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Zukünftige Entwicklung der Bahnprojekte (ZEB): Alpen-Initiative fordert mehr Geld für den Schienenausbau!

02.07.2007 – 08:56 

Altdorf (ots) -

In der Vernehmlassung zur FinöV-Gesamtschau fordert
die Alpen- Initiative zusätzliche zehn Milliarden Franken für den 
Ausbau des Schienennetzes und bis spätestens 2010 ein 
Ausbauprogramm 
„FinöV plus“.
Die Alpen-Initiative unterstützt die vom Bundesrat vorgeschlagenen 
koordinierten Investitionen, die das Gesamtsystem Schiene 
optimieren sollen. Sie kann das ZEB-Gesetz aber nur akzeptieren, 
wenn bis spätestens 2010 eine neue Vorlage folgt. Diese muss dem 
FinöV-Fonds zusätzliche Mittel in der Grössenordnung von mindestens 
10 Milliarden Franken erschliessen und die Projekte zur 
Weiterentwicklung des Bahnsystems über Bahn 2000 und NEAT hinaus, 
aber mit dem gleichen Realisierungszeithorizont von 2030 
festschreiben. Dabei ist ein besonders Gewicht auf die 
Zulaufstrecken zur NEAT zu legen, für die vorgängig eine schlüssige 
Kapazitätsanalyse zu erstellen ist. Auch eine schnelle und durchaus 
erwünschte Entwicklung des Personenverkehrs auf der Schiene darf zu 
keinem Zeitpunkt einen Grund bilden, die nötigen Massnahmen zur 
Erfüllung des klar terminierten Volksauftrags von 1994 zur 
Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs auf die Schiene 
zurückzustellen. Den Wisenbergtunnel (oder allenfalls ein anderer 
Jura-Durchstich) muss auch im Interesse des Güterverkehrs und 
gerade wegen seiner Grösse und Komplexität möglichst schnell in 
Angriff genommen werden.
Zur Reduktion der Klimagase und des Erdölverbrauchs ist die 
Infrastruktur der Schiene gegenüber der Strasse konsequent zu 
bevorzugen. Die vom Bundesrat vorgeschlagenen ZEB-Investitionen 
reichen dazu längst nicht aus. Eine Reduktion des alpenquerenden 
Schwerverkehrs auf die vom Verkehrsverlagerungsgesetz verlangten 
650'000 Fahrten reicht gerade aus, um den CO2-Ausstoss des 
Schwerverkehrs in der Schweiz auf den Zustand von 1990 
zurückzuführen; das CO2-Gesetz verlangt jedoch bis 2010 eine 
Reduktion von 10% gegenüber 1990. Die nach wie vor nicht gedeckten 
externen Kosten des Verkehrs insbesondere im Bereich des Klimas 
relativieren die gesellschaftlichen Kosten neuer 
Schieneninfrastrukturen. Wer weitsichtig plant, wird auch mit Blick 
auf die Kosten nicht mehr in den Strassenverkehr, sondern in die 
Schiene investieren.
Alpen-Initiative
Für Fragen:
Alf Arnold 079/711'57'13
Weitere Infos: www.alpeninitiative.ch