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«Alpen-Initiative» am Mont-Blanc: Klares NEIN der Bevölkerung zur Rückkehr der Lkw

20.08.2001 – 14:32 

Altdorf (ots) -

Am Sonntag 19. August hat in drei Gemeinden des
Tals von Chamonix eine öffentliche Abstimmung über die Rückkehr der
Lastwagen an den Mont-Blanc-Tunnel stattgefunden. 97,23 % der
WählerInnen haben sich gegen eine Wiedereröffnung des Tunnels für Lkw
ausgesprochen - deutlicher hätte das Ergebnis nicht ausfallen können.
Ein Erfolg ist auch die Wahlbeteiligung, welche in den drei
Gemeinden Chamonix, Les Houches und Servoz mit 52,2 % über der
durchschnittlichen Beteiligung bei Gemeinderatswahlen lag. Und das
obwohl die Volksabstimmung vergangenen Donnerstag gerichtlich
verboten wurde, nachdem der Präfekt der Hochsavoien Pierre Breuil
Widerspruch eingelegt hatte. Das Ergebnis hat somit keine rechtlich
bindende Wirkung.
Im Vergleich dazu lag die Wahlbeteiligung bei der Abstimmung um
die Schweizer Alpen-Initiative vor genau 7 1/2 Jahren, am 20. Februar
1994 im Kanton Uri bei 60 %, im Tessin bei 38%. In Uri stimmten 88 %
für die Alpen-Initiative, im Tessin 64%.
Die Bevölkerung des Tals von Chamonix hat klar gegen die gängige
Verkehrspolitik in Frankreich und Europa gestimmt. Mit ihrem Votum
drückt die Bevölkerung ihren Unmut gegen die Belastungen des
Strassengütertransports am Mont-Blanc aus und solidarisiert sich mit
den Transittälern im gesamten Alpenbogen. Georges Unia, Präsident der
lokalen Umweltschutzorganisation Association pour le Respet du Site
du Mont-Blanc ARSMB: „Diese Abstimmung ist ein Symbol für weniger Lkw
am Mont-Blanc und im gesamten Alpenraum".

Kontakt:

Jan Gürke, Alpen-Initiative, Tel. +41 41 870 97 89
Jean-Paul Trichet, ARSMB, +33 4 50 54 32 64