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SRK: Neue Strategie, erneuerter Vorstand

30.06.2007 – 14:02 

Bern (ots) -

Die 9. Rotkreuzversammlung verabschiedete am 30.
Juni 2007 in Ascona die neue, bis 2012 geltende Strategie des 
Schweizerischen Roten Kreuzes. Im Rahmen der Gesamterneuerung des 
Rotkreuzrates wurde Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz zur 
Vizepräsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes gewählt.
Die Delegierten des Schweizerischen Roten Kreuzes genehmigten die 
neue Strategie 012, mit der die angestrebte Entwicklung des SRK für 
die kommenden fünf Jahre neu definiert wird. Ziel ist die Stärkung 
der einzelnen SRK-Organisationen sowie die Bün-delung ihrer Kräfte 
und damit des SRK als Ganzem. Die Strategie strebt ebenfalls eine 
klarere Konzentration auf vier Kerngeschäfter und auf die 
Zielgruppen besonders schutzbedrüftiger Menschen. Die Strategie 012 
definiert - Die vier Kerngeschäftsfelder Gesundheit, Integration, 
Rettung (Inland) und Katastrophenhilfe, Wiederaufbau, 
Entwicklungszusammenarbeit (Ausland) – in diesen will das SRK 
hauptsächlich tätig sein - Die Kernkompetenzen Freiwilligenarbeit, 
Jugendarbeit, Bildung, die bei SRK-Organisationen vorhanden und für 
die meisten zur Erfüllung der Aufgaben von grosser Bedeutung sind - 
Die Zielgruppen, auf die die Leistungen ausgerichtet werden: sozial 
benachteiligte oder besonders schutzbedürftige Menschen, 
gesundheitlich unterversorgte Menschen, zu Hause lebende, auf 
Unterstützung angewiesene Menschen und ihre Angehörigen, Menschen 
die Rettung oder Erste Hilfe benötigen. Im Ausland sind es Menschen, 
die von schwerwiegenden Katastrophen oder Konflikten betroffen sind 
oder gesundheitlich unterversorgte Menschen. Für Kerngeschäfte, 
Kernkompetenzen und weitere Bereiche wie Werte, Zusammenarbeit, 
Innovation, Auftritt, Mitarbeitende und Mittelbeschaffung werden in 
der Strategie 012 je drei bis fünf Stossrichtungen für die künftige 
Tätigkeit definiert.
Rettungswesen
In der Luftrettung, der Wasserrettung, der Rettung mit Hunden und 
bei der Ersten Hilfe durch Laien spielen Mitgliedorganisationen der 
SRK-Gruppe in der Schweiz eine starke oder sogar dominierende Rolle. 
Die Rotkreuzversammlung befasste sich deshalb am Freitag, 29. Juni 
2007, mit der Rolle und Perspektiven des SRK im Rettungswesen. 
   Die Rettungsorganisationen stehen heute im Spannungsfeld zwischen 
Föderalismus und dem Zwang zur Vereinheitlichung von Standards als 
Voraussetzung für die Zusammenarbeit, und zwischen dem Drang nach 
mehr Qualität und dem Zwang zur Senkung der Kosten. Ihre Ressourcen 
erlauben heute gerade noch, den normalen Rettungs-Alltag zu 
bewältigen. Trotz der Stärkung der Zusammenarbeit wächst für den 
Einzelnen das Risiko, bei grösseren Unfällen oder Katastrophen nicht 
mit sofortiger umfassender Hilfe der Rettungsdienste rechnen zu 
können. 
   Die Rettungsorganisationen der SRK-Gruppe betrachten es als ihre 
Aufgabe, das Rettungswesen durch den Gedanken der Freiwilligkeit und 
Uneigennützigkeit zu ergänzen und zu stärken. Das betrifft in erster 
Linie die Überbrückung der 15 Minuten zwischen Alarmierung und 
Eintreffend des Rettungsdienstes. In dieser Situation müssen 
zufällig anwesende Personen sinnvoll handeln können. Die 
Rettungsorganisationen der SRK betrachten es als eine ihrer 
Kernaufgaben, dazu beizutragen, dass möglichst die ganze Bevölkerung 
in der Lage ist, in einer Notsituation richtig zu reagieren und bis 
zum Erscheinen des Rettungsdienstes fachgerechte Nothilfe und erste 
Hilfe zu leisten.
Vorstand erneuert
Der Rotkreuzrat unter dem Präsidium von Prof. René Rhinow wurde 
für eine neue vierjährige Amtszeit wiedergewählt. Aufgrund von 
Rücktritten wurden folgende Mitglieder neu in das oberste 
Führungsorgan des SRK gewählt: Frau Annemarie Huber-Hotz, 
Bundeskanzlerin, als Vizepräsidentin; Frau Monika Dusong, ehemalige 
Staatsrätin des Kantons Neuenburg, Zentralpräsidentin des 
Schweizerischen Samariterbundes, als Mitglied; Herr Max Cotting, 
Vermögensverwalter, Mitglied des Stiftungsrates der Humanitären 
Stiftung SRK, als Mitglied.
Stiftung aufgelöst
Die Delegierten des SRK stimmten schliesslich der Auflösung der 
Rotkreuzstiftung Ausbildungszentrum SRK zu. Diese Stiftung bildete 
die Trägerschaft des Seminarhotels Sempachersee in Nottwil. Nach dem 
per Ende März 2007 erfolgten Verkauf des Seminarhotels verfügt die 
Stiftung über keine Mittel zur Erfüllung ihres Zweckes mehr.
Weitere Informationen:
Beat Wagner, Leiter Kommunikation SRK, Tel. 031 387 74 08 / 076 372 
41 84 / beat.wagner@redcross.ch