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Zwei Arbeitswochen freiwillige Leistung

04.05.2007 – 13:29 

Bern (ots) -

Fast 50'000 Freiwillige des Schweizerischen Roten
Kreuzes standen im Jahr 2006 während 1,577 Millionen Stunden im 
humanitären Einsatz. Ihre Leistung stieg gegenüber dem Vorjahr um 
drei Prozent. Bei den 24 Kantonalverbänden des SRK standen rund 
11'000 Freiwillige im Einsatz. Ihre Einsatzstunden lagen mit 895'000 
Stunden um gut acht Prozent über dem Vorjahreswert. Das entspricht 
im Schnitt zwei vollen Arbeitswochen eines Berufstätigen.
Die Tätigkeit der Freiwilligen des SRK ist Ausdruck gelebter 
Solidarität. Ihre Leistung für die Integration benachteiligter 
Menschen steht im Zentrum des diesjährigen Weltrotkreuztages. Dieser 
wird am 8. Mai, dem Geburtstag Henry Dunants (1828-1910) gefeiert. 
Mit verschiedenen Aktionen wollen die Rotkreuz-Kantonalverbände 
anlässlich des Weltrotkreuztags das Bewusstsein für die Gefahren der 
Ausgrenzung schärfen und Anregungen für ein motivierendes 
Miteinander von sozial Starken und Schwachen geben.
Viele Tätigkeiten der Organisationen des SRK wären ohne diesen 
Einsatz unmöglich. Für die unterstützten Menschen ist sie oft 
ausschlaggebend, um Würde, Autonomie und soziale Kontakte zu 
erhalten. Die Nachfrage nach den Leistungen der Rotkreuz- 
Kantonalverbände steigt jedes Jahr. Im Fahrdienst, in dem fast zwei 
Drittel der Freiwilligen tätig sind, stieg die Leistung um fast vier 
Prozent auf 10,72 Millionen Kilometer. Beim Rotkreuz-Notruf stieg 
die Zahl der durch Freiwillige betreuten Kundinnen und Kunden um 
rund 15 Prozent auf über 7500. Als weiteres Beispiel nahm die 
Leistung im Entlastungsdienst der Kantonalverbände um einen Viertel 
auf 153'000 Stunden zu.
Mit seinen verschiedenen Programmen zu Gunsten von Menschen in Not 
ist das SRK am Puls der gesellschaftlichen Entwicklung. Die 
Pluralisierung der Gesellschaft und die Kluft zwischen Arm und Reich 
haben zur Folge, dass viele Menschen sozial ausgeschlossener sind 
und vereinsamen. Der Integrationsarbeit kommt damit eine hohe 
Bedeutung zu. Integration versteht das SRK als Miteinander aller 
Menschen in der Schweiz – gerade auch derer, die durch Armut, 
Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit, Behinderung oder wegen ihres 
Migrationshintergrundes weniger Möglichkeiten haben, ihr Leben 
eigenständig zu gestalten. Als Schweizer Teil der weltweit grössten 
humanitären Bewegung mit gegen 100 Millionen Mitgliedern und als 
nationale Gesellschaft des Ursprunglandes des Roten Kreuzes will das 
SRK Anliegen dieser Menschen auch gegenüber Politik und Gesellschaft 
vertreten.
Weitere Informationen:
Beat Wagner, Leiter Kommunikation SRK
Tel. 031 387 74 08 / 076 372 41 84 / e-Mail beat.wagner@redcross.ch