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Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH verlängert seine Programme für Rumänien bis 2005

02.12.2002 – 11:18 

Zürich (ots) -

Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH erörterte
mit hohen Vertretern der rumänischen Regierung, Gewerkschaften und
anderen NGOs Strategien, Erwerbslose den beruflichen Wiedereinstieg
zu ermöglichen. An dieser Fachtagung "Aktive Arbeitsmarktmassnahmen"
vom 21./22. November gaben SAH und das DEZA zudem bekannt, ins
erfolgreiche SAH-Projekt "Arbeitsmarkt und Modernisierung der
Gewerkschaften" bis ins Jahr 2005 weitere 1,6 Millionen Franken zu
investieren.
Rumänien leidet noch immer an den Folgen der einseitigen
Industrie- und Wirtschaftspolitik während des Kommunismus. Die
Erwerbslosigkeit beträgt 8 Prozent. Im von politischen Querelen
erschwerten Reformprozess sind weitere Arbeitsplätze in Gefahr - vor
allem im Stahlsektor. "Erschwerend ist", so Zoltan Doka, Leiter der
Rumänien-Programme des SAH, "dass dem Land eine einheitliche
Strategie für die ökonomische Entwicklung fehlt. Zudem scheitert die
Realisierung von Arbeitsmarktprojekten an bürokratischen und
zentralistischen Strukturen."
"Wir müssen die Zivilgesellschaft mehr einbinden in unsere
Anstrengungen", bilanzierte Silvia Ciornei, Ministerin für Kleine und
Mittlere Unternehmen (KMU) nach der Tagung. Und: "Die Gewerkschaften
leisten mit der Unterstützung aus dem Ausland im Bereich Arbeitsmarkt
einen wichtigen Beitrag." Auch Doris Romer, stellvertretende
Koordinatorin des DEZA-Büros Bukarest anerkennt, dass "die
Gewerkschaften Rumäniens die wichtigste Kraft der zivilen
Gesellschaft sind. Deshalb unterstützen wir das SAH-Projekt."
Das SAH bietet in enger Zusammenarbeit mit dem Dachverband der
rumänischen Gewerkschaften, Cartel ALFA, seit 1998 in fünf Städten
aktive Arbeitsmarktmassnahmen an. Schwerpunkte bilden Beratung und
Umschulung von Erwerbslosen sowie die KMU-Förderung. 2002 wurden
10'000 Arbeitssuchende unterstützt, 4000 haben eine Arbeit gefunden.
500 KMUs wurden in ihrer Gründung begleitet. Wichtige Komponente des
Projekts ist die Modernisierung der Gewerkschaftsstrukturen selbst.
Bis 2005 wird das Projekt mit einem Volumen von 1,6 Millionen Franken
weitergeführt.
Zoltan Doka ist voller Zuversicht, gerade nach dieser Fachtagung,
welche in Rumänien ein grosses Medienecho hervorrief: "Unser Projekt
beweist, dass pragmatische und effektive Lösungen möglich sind. Wir
helfen den Menschen vor Ort."

Kontakt:

Stefan Gisler
Medienbeauftragter
Tel. +41/1/444'19'23
Mobile +41/79/830'82'22
mailto: stefan.gisler@sah.ch

Zoltan Doka
Projektleiter Rumänien
Tel. +41/1/444'19'89
mailto: zoltan.doka@sah.ch
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