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Molkereipleite zieht Kreise

16.10.2002 – 11:00 

Bern (ots) -

Die Insolvenz der Swiss Dairy Food beschlägt weite
Kreise. Jetzt haben die Milchtransporteure ihre Ausstände beziffert:
Es fehlen weitere 3,25 Millionen Franken!
Wie kommt die Milch vom Bauernhof zur Molkerei? - Eine alltägliche
Selbstverständlichkeit wird auf einmal in Frage gestellt. Grund:
Einige Milchsammeltransporteure stehen vor dem Aus. Sie haben im
Auftrag der Swiss Dairy Food gearbeitet, und wissen nun nicht einmal
mehr, wie sie den Treibstoff für ihre Lastwagen bezahlen sollen. Ob
die Milchtanker schon bald stillstehen - etwa so wie die
Swissair-Flieger nach dem Grounding...
Die Zeichen stehen schlecht. Einer Umfrage zufolge fehlen in der
Kasse der Milchtransporteure 3,25 Millionen Franken; dies für
ausgeführte Sammelfahrten in der Zeit vom 1. August bis zum 22.
September 2002. Einige Unternehmungen werden in Kürze ihren Betrieb
kaum mehr aufrechterhalten können. Ihnen steht keine gesetzlich
geregelte finanzielle Unterstützung zu wie etwa den Landwirten. Dies
wird zu einer existentiellen Bedrohung für diese Unternehmungen
führen.
Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG hat über seine
Fachgruppe Milchsammeltransporte auf den unhaltbaren Missstand
aufmerksam gemacht. Am Rande der ausserordentlichen
Delegiertenversammlung der Schweizerischen Milchproduzenten (SMP) vom
16. Oktober 2002 im Kursaal in Bern überreichten Vertreter der
ASTAG-Fachgruppe Milchsammeltransporte, angeführt von ihrem
Präsidenten, Jakob Meier, Grüt, dem Präsidenten der SMP, a.
Nationalrat Josef Kühne, die Forderungen der Milchtransporteure.
Die Milchtransporteure verlangen vom SMP und den Milchverbänden
finanzielle Unterstützung. Ihre Forderung ist bescheiden, ersuchten
sie doch lediglich um die Begleichung von 40 Prozent der Ausstände.
"Wir wissen, dass die Finanzen eng sind und sind selber auch bereit,
Opfer zu bringen. Das Wichtigste ist, dass die Sammelfahrten
weitergeführt werden können," sagte Jakob Meier.
ASTAG-Zentralpräsident Carlo Schmid-Sutter teilte die Besorgnis
der Betroffenen und wandte sich seinerseits schriftlich an Bundesrat
Pascal Couchepin.

Kontakt:

ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Jakob Meier
Grütstrasse
8624 Grüt-Gossau
Tel. +41/1/934'32'32
Tel. +41/79/357'8960
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