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Kernkraftwerk Mühleberg - HSK: ausserordentlich hoher Sicherheitsstandard

03.04.2003 – 15:33 

Bern (ots) -

Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen
(HSK) kommt zum Schluss, dass Schweizer Kernkraftwerke zu den
sichersten und bestgeschützten Industrieobjekten der Welt gehören.
Dies folgt aus der sehr detaillierten Sicherheitsstudie, welche vom
Bundesrat nach dem Anschlag vom  11. September 2001 auf das World
Trade Center in New York in Auftrag gegeben wurde. Durch die
behördlichen Schlussfolgerungen fühlt sich die BKW FMB Energie AG als
Betreiberin des Kernkraftwerks Mühleberg in ihren permanenten
Bemühungen nach maximaler Sicherheit bestätigt. Die positive
Beurteilung der nuklearen Sicherheit in der Schweiz durch die
Bundesbehörde HSK ist für die Bürger auch im Hinblick auf die
bevorstehenden Abstimmungen über die Kernenergie vom 18. Mai von
Bedeutung.
Mit Genugtuung darf festgestellt werden, dass die detaillierten
Analysen einen hohen Schutzgrad der schweizerischen Kernkraftwerke
bei einem vorsätzlichen Flugzeugabsturz aufzeigen. Dieser Schutzgrad
ist deutlich höher, als vor dem 11. September 2001 aufgrund älterer
Analysen angenommen worden war. Für das Kernkraftwerk Mühleberg
attestiert die Hauptabteilung für die Sicherheit von Kernanlagen
(HSK) einen ausserordentlich hohen Sicherheitsstandard. Der
Sicherheitsstandard dieses Werkes erfülle in dieser Hinsicht sogar
die Anforderungen, welche an die später erbauten Kernkraftwerke
Gösgen und Leibstadt gestellt wurden. Kernkraftwerke gelten im
allgemeinen als die wohl bestgeschützten zivilen Einrichtungen gegen
Sabotageakte oder gegen einen Flugzeugabsturz.
Im Rahmen ihrer Stellungnahme führte die HSK zu den
Sicherheitsvorkehrungen des Kernkraftwerks Mühleberg aus: "Der
Aufprall muss mit einer erhöhten bis hohen Geschwindigkeit erfolgen,
damit eine lokale Durchdringung des Reaktorgebäudes möglich ist.
Damit wird es schwierig, das Reaktorgebäude so genau zu treffen, dass
auch massive Beschädigungen eintreten." Das Horrorszenario des
direkten Aufpralls eines Grossflugzeuges mit hoher Geschwindigkeit
wird im Bericht durch die relativ geschützte Lage in Mühleberg
praktisch ausgeschlossen. Die Anlage Mühleberg, die in einem Tal
eingebettet ist, so die Folgerung, ist durch umliegende Hügel für ein
Zivilflugzeugzeug mit hohen Geschwindigkeiten kaum zielgenau zu
treffen. Überdies konnte für Mühleberg ein Vollschutz des
Reaktorgebäudes gegen Penetration bei mittleren Geschwindigkeiten
ausgewiesen werden.
Die Untersuchungen zeigen zudem, dass die Auslegung und der
Widerstand des Reaktorgebäudes gegen den Absturz einer Boeing 707,
wie dies bei der Projektierung der neueren Schweizer Anlagen als
Schutzziel gefordert wurde, für Mühleberg erfüllt wird. Es bestehen
darüber hinaus gar noch weitere signifikante Sicherheitsreserven. Im
Speziellen trägt das Ende der 80er Jahre nachgerüstete,
flugzeugabsturzsichere Notstandsystem SUSAN dazu bei, die Sicherheit
auf höchstem Niveau zu gewährleisten.

Kontakt:

BKW FMB Energie AG
Media Communications
Viktoriaplatz 2
3000 Bern 25
Tel. +41/31/330'51'07
Fax +41/31/330'57'90
E-Mail: info@bkw-fmb.ch