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Bundesrat verpasst Chance für umfassenden und einheitlichen Passivrauchschutz

17.11.2010 – 12:59 

Bern (ots) -

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 17. November
2010, die am 18. Mai 2010 mit 133'000 Unterschriften eingereichte 
eidgenössische Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» erstmals 
beraten. Dabei hat er entschieden, die Volksinitiative abzulehnen. 
Der Bundesrat verpasst es damit, alle Arbeitnehmenden in der ganzen 
Schweiz vor dem gesundheitsschädigenden Passivrauchen zu schützen.
Die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» entspricht 
inhaltlich der Botschaft, die der Bundesrat 2006 ans Parlament 
überwiesen hatte. Mit dem im Oktober 2008 verabschiedeten Gesetz 
werden die Arbeitnehmenden nur ungenügend vor Passivrauchen 
geschützt, denn sie müssen weiterhin in Rauchbetrieben und 
Rauchräumen arbeiten. "Wir sind weiterhin überzeugt, dass das Volk 
einen einheitlichen und umfassenden Passivrauchschutz wünscht. Nun 
liegt es am Parlament, die bestehenden Lücken zu schliessen", meinte 
Otto Piller, Präsident der Lungenliga Schweiz und Mitglied des 
Initiativkomitees.
Die eidgenössische Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» 
verlangt, dass alle Innenräume, die als Arbeitsplatz dienen oder 
öffentlich zugänglich sind (Restaurants, Bars, Schulen, Spitäler 
etc.), rauchfrei werden. Raucherräume, so genannte Fumoirs, können 
eingerichtet werden, solange sie unbedient sind. In der ganzen 
Schweiz soll eine einheitliche Regelung gelten.

Kontakt:

Otto Piller
Präsident Lungenliga Schweiz und Mitglied des Initiativkomitees
Mobile: +41/79/247'34'80
Internet: www.rauchfrei-ja.ch