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Universitäre Hochschulen 2000 - Leichte Zunahme von Aufwand und Personal

19.12.2001 – 09:24 

Neuenburg (ots) -

Im Jahr 2000 belief sich der Aufwand der
universitären Hochschulen auf 4,1 Milliarden Franken, ein Plus von
real 1,7% verglichen mit 1999. Während derselben Periode weiteten
sich die Personalressourcen der universitären Hochschulen um 0,8% auf
26'300 Vollzeitäquivalente aus. Dies geht aus den neusten vom
Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Ergebnissen zu
Finanzen und Personal im universitären Hochschulbereich hervor.
Grosse Unterschiede bei der Herkunft der Mittel
Der Aufwand der universitären Hochschulen in der Schweiz belief
sich im Jahr 2000 insgesamt auf 4,1 Milliarden Franken. In dieser
Summe sind die Ausgaben für die klinische Ausbildung an den
Universitätsspitälern nicht enthalten. Gegenüber dem Vorjahr ist
insgesamt ein leichter realer Anstieg von 1,7% oder 68,3 Millionen
Franken festzustellen.
Der Bund ist der wichtigste Geldgeber der universitären
Hochschulen, machen doch seine Beiträge 46% der gesamten Mittel aus.
Besonders hoch ist der Bundesanteil für die EPFL (93%) und die ETHZ
(94%). Die Kantone stellen insgesamt 40% der Mittel aller Hochschulen
bereit. Für die kantonalen Universitäten alleine beträgt dieser
Anteil 58%. Die übrigen Mittel - hauptsächlich Erträge aus
Forschungsaufträgen des Privatsektors und aus Dienstleistungen sowie
Studiengebühren  decken 14% des Gesamtaufwands.
Die Hälfte der Männer und ein Drittel der Frauen arbeiten Vollzeit
Die universitären Hochschulen beschäftigten im Jahr 2000 insgesamt
39'200 Personen, die zusammen 26'300 Vollzeitäquivalente (VZÄ) auf
sich vereinten. Damit hat, im Vergleich zum Vorjahr, die Zahl der
Beschäftigten um 1,4% und jene der VZÄ um 1,3% zugenommen.
Der Beschäftigungsgrad variiert je nach Personalgruppe und
Geschlecht und betrug im Gesamtdurchschnitt 67%. Bei den
Professorinnen und Professoren erreichte er 92%, beim oberen
Mittelbau 43%, beim unteren Mittelbau 70% und beim administrativen
und technischen Personal 76%. Lediglich ein Drittel der Frauen (29%),
aber fast die Hälfte der Männer besetzten 2000 eine Vollzeitstelle.
Ressourcen für Lehre, Forschung und Entwicklung sowie übrige
Aktivitäten
Die Mittel der universitären Hochschulen zur Deckung des Personal-
und Sachaufwands stammen aus drei verschiedenen Quellen: aus dem
ordentlichen Budget der Hochschulen (3,3 Milliarden Franken), vom
Schweizerischen Nationalfonds (0,25 Milliarden Franken) und aus
übrigen Drittmitteln (0,55 Milliarden Franken). Mit diesen insgesamt
4,1 Milliarden Franken werden finanziert: Forschung und Entwicklung
(F+E; 1,9 Milliarden Franken), Lehre (1,5 Milliarden Franken) sowie
übrige Aktivitäten (Dienstleistungen für die Öffentlichkeit,
Gutachten, Verwaltung usw.; 0,7 Milliarden Franken). Der grösste
Anteil der personellen und finanziellen Ressourcen kommt somit der
F+E zu.
Diese Ergebnisse stammen aus einer Erhebung der universitären
Hochschulen, die hauptsächlich auf Schätzungen anhand von Befragungen
des akademischen Personals oder der Universitätsinstitute beruht. Im
Vergleich zu früheren Jahren blieben der Zeitaufwand des
Hochschulpersonals für die verschiedenen Aktivitäten und deren
Finanzierung ziemlich stabil.
Lehre: Wichtigster Tätigkeitsbereich des oberen Mittelbaus
Die Personalgruppen (Professuren, oberer Mittelbau, Assistierende
und wissenschaftliche Mitarbeitende, administratives und technisches
Personal) verteilen ihre Zeit unterschiedlich auf die drei
Aktivitäten. Hauptaktivität der Assistierenden und wissenschaftlichen
Mitarbeitenden ist die F+E (55,3%), während beim oberen Mittelbau
(50,1%) und bei den Professorinnen bzw. Professoren (44%) die Lehre
dominiert.
Forschung und Entwicklung: Mehr Vollzeitäquivalente und mehr Zeit
in den «harten» Wissenschaften
71% der insgesamt für F+E eingesetzten Vollzeitäquivalente
konzentrieren sich auf die Exakten und Naturwissenschaften (4300
VZÄ), die Medizin und Pharmazie (2650 VZÄ) sowie schliesslich die
Technischen Wissenschaften (2100 VZÄ). In diesen Disziplinen wird
auch am meisten Arbeitszeit für die F+E aufgewendet, allen voran in
den Exakten und Naturwissenschaften (58%).
In der Lehre haben die Geistes- und Sozialwissenschaften weniger
Vollzeitäquivalente vorzuweisen als die «harten» Wissenschaften (2700
gegenüber 5200); ihr Personal wendet dagegen insbesondere im
interdisziplinären Bereich (46%) und in den Rechtswissenschaften
(48%) mehr Zeit für die Lehre auf als für die Forschung.

Kontakt:

Bundesamt für Statistik, Informationsdienst;

Finanzen: Adrian Füglister, BFS, Sektion Hochschulen und Wissenschaft
Tel. +41/32'713'67'61, E-Mail: Adrian.Fuglister@bfs.admin.ch

Personal: Graziella Bezzola, BFS, Sektion Hochschulen und
Wissenschaft, Tel. +41/32/713'68'47,
E-Mail: Graziella.Bezzola@bfs.admin.ch

Publikationsbestellungen unter Tel. +41/32/713'60'60,
Fax +41/32/713'60'61, E-Mail: RuediJost@bfs.admin.ch

Internet: www.statistik.admin.ch

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