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TCS-Stellungnahme: Die "Offroader-Initiative" wird abgelehnt, weil überflüssig und wirtschaftsfeindlich/Der TCS zeigt Skepsis gegenüber dem Gegenvorschlag und schlägt ein CO2-Kompensationssystem vor

21.01.2010 – 12:44 

Bern (ots) -

Der TCS begrüsst die klare Ablehnung der
Volksinitiative «für menschenfreundlichere Fahrzeuge» durch den 
Bundesrat und wird die Initiative bekämpfen. Der Gegenvorschlag zielt
zwar in die richtige Richtung, doch bleibt der TCS skeptisch 
gegenüber dem vorgeschlagenen System, das Sanktionen vorsieht, und 
zieht ein System zur Kompensation überschüssiger Emissionen vor.
In seiner heute dem Parlament zugestellten Botschaft nimmt der 
Bundesrat klar Stellung gegen die Initiative, die auch als 
"Offroader-Initiative" bezeichnet wird. Die Initiative enthält allein
für die Schweiz technische Sondervorschriften, die erst noch 
überflüssig sind. Die neuen diesbezüglichen Normen der EU sind 
strenger. Zudem ist die Initiative handelspolitisch und 
wirtschaftlich schädlich. So schreiben die europäischen Regeln, 
gültig ab 2015, als Grenzwert einen mittleren CO2-Ausstoss von 130 g 
pro Kilometer für alle neu zugelassenen Fahrzeuge vor. Diese sehr 
strenge Regelung hat der TCS immer begrüsst, da sie die Hersteller 
anhält, umweltfreundliche Techniken zu entwickeln, den Konsumenten 
aber die freie Wahl des Produkts und seiner Nutzung überlässt.
Was den heute präsentierten Gegenvorschlag des Bundesrats 
betrifft, ist der TCS mit der Senkung der Emissionen auf einen 
Durchschnittswert von 130 g zwar einverstanden, steht den 
vorgeschlagenen Fristen aber kritisch gegenüber. Gleichzeitig lehnt 
der TCS das Saktionssystem ab, welche die Schweizer Konsumenten stark
bestrafen und die Fahrzeugpreise unverhältnismässig ansteigen lassen 
würde. Hingegen schlägt der TCS ein CO2-Kompensationssystem vor, um 
konkrete Projekte zur Senkung von Emissionen zu finanzieren.

Kontakt:

Stephan Müller, Mediensprecher, Tel.: 031 380 11 44, Natel: 079 302
16 36, smueller@tcs.ch