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Stellungnahme des TCS betreffend die vom ASTRA vorgestellten Road Pricing-Modelle Keine neuen Erkenntnisse

26.01.2006 – 11:48 

Bern (ots) -

Der Strassenverkehr trägt seine Kosten selbst - Road Pricing ist nicht 
notwendig, verfassungswidrig und unsozial
TCS, Bern, 26. Januar 2006. Die vom Bundesamt für
Strassen (ASTRA) vorgestellten Road Pricing-Modelle haben keine 
neuen Aspekte aufgezeigt. Technisch ist die elektronische 
Gebührenerhebung schon längst machbar, wie die Beispiele anderer 
Länder zeigen. Nach Auffassung des TCS ist das gewählte Vorgehen 
äusserst fragwürdig. Er fordert vom Bund betreffend 
Strassenfinanzierung ein klares Konzept mit eindeutigen Prioritäten.
Der Bund schafft Verwirrung zu einem Zeitpunkt, wo im Parlament 
Lösungen für den Infrastrukturfonds gesucht werden, welche die 
Grundlage der Infrastrukturfinanzierung für die kommenden zwanzig 
Jahre legen soll. Für den TCS macht es keinen Sinn, zum jetzigen 
Zeitpunkt die Road Pricing Diskussion anzuheizen. Er hält 
unmissverständlich fest, dass der motorisierte Individualverkehr mit 
dem geltenden Finanzierungssystem seine Kosten deckt und deshalb 
Strassenzölle auf Autobahnen oder Hauptstrassen nicht notwendig 
sind.
Die Steuerung des Verkehrs in den Städten über Strassenzölle nach dem 
Londoner Vorbild hält der TCS ökonomisch gesehen für zu teuer, zu wenig 
effizient und unsozial. Dies führt dazu, dass nur jene in die Stadtzentren 
fahren werden, die es sich leisten können. (Eine Fahrt ins Londoner 
Stadtzentrum kostet CHF 20.00 pro Tag)

Kontaktperson:

Patrick Eperon, Natel: 079 477 33 57