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Verkehrspolitik ohne Tiefgang

12.03.2002 – 16:08 

Genf (ots) -

Der Ständerat hat am 11. März mit einem knappen Mehr
beschlossen, auf den indirekten Gegenvorschlag des Nationalrates zur
Sonntags-Initiative einzutreten. Die ständerätliche
Verkehrskommission soll im April über die Details des Gegenvorschlags
beraten.
Ob ein autofreier Sonntag oder vier Sonntage, wie es die
Sonntags-Initiative vorsieht - der TCS lehnt einen obligatorisches
Fahrverbot für private Motorfahrzeuge für die ganze Schweiz ab. Ein
solches Verbot ist eine Einschränkung der persönlichen Freiheit und
kommt einem staatlich verordneten Benützungszwang gleich.
Das Sonntagsfahrverbot benachteiligt die Bevölkerung der
ländlichen Gebiete, die keine oder nur ungenügende Möglichkeiten
habe, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Was für die einen
reinen Symbolcharakter hat, kommt für diesen Teil der Bevölkerung
einem staatlich verordneten Zuhause bleiben gleich.
Die Umsetzung wird zeigen, dass aufgrund der berufsbedingten
Ausnahmen, der autofreie Sonntag für all jene zur grossen
Enttäuschung wird, die sich der Illusion von autofreien Erlebnistagen
hingeben. Mehr als 10% der werktätigen Bevölkerung arbeitet am
Sonntag und wird wohl mit Ausnahmebewilligungen unterwegs sein.
Der Entscheid leistet keinen konstruktiven Beitrag zur Lösung der
heutigen Verkehrsprobleme. Der TCS wird sich daher auch in Zukunft
den seriösen und wichtigen Verkehrsfragen zuwenden.

Kontakt:

Stephan Müller
Mediendienst Bern
Mobile +41/79/302'16'36

Therese Legerer
Mediendienst Genf
Tel. +41/22/417'27'16