MedienmitteilungEbola-Ausbruch verschärft humanitäre Krise - HEKS leistet Nothilfe in Afrika2026-05-27T14:46:27Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo entwickelt sich zu einer regionalen Epidemie. Neben der DR Kongo sind inzwischen auch Uganda und der Südsudan betroffen. HEKS ist in allen drei Ländern vor Ort und kann daher schnell auf die aktuelle Krise reagieren. In der DR Kongo weitet HEKS gemeinsam mit seinen lokalen Partnerorganisationen Hygiene- und Sensibilisierungsmassnahmen aus und leistet finanzielle Unterstützung für Familien. In Uganda und im Südsudan beobachten die Teams die Situation und bereiten zusätzliche Massnahmen vor. Für die Nothilfe stellt HEKS in einem ersten Schritt 500 000 Schweizer Franken bereit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet derzeit allein in der Demokratischen Republik Kongo über 900 Verdachtsfälle von Ebola-Infektionen. Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage, der eingeschränkten medizinischen Versorgung und Problemen bei der Kontaktverfolgung dürfte die tatsächliche Zahl jedoch deutlich höher liegen. Bereits mehr als 200 Menschen sind an der aktuellen Virusvariante gestorben. Es gibt weder zugelassene Impfstoffe noch Medikamente gegen diese Variante. Die Epidemie droht sich weiter in der Region auszubreiten: In Uganda wurden bereits erste bestätigte Fälle gemeldet, und auch im Südsudan wird mit möglichen Ansteckungen gerechnet. HEKS ist in allen drei Ländern mit Teams vor Ort vertreten, beobachtet die Situation genau und bereitet zusätzliche Massnahmen vor. Besonders kritisch ist die Situation im Osten der DR Kongo: Anhaltende Unsicherheit und Gewalt haben in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu seit Jahren zu grossen Fluchtbewegungen, unterbrochenen Lieferketten und einer starken Verschlechterung der Lebensbedingungen geführt. Viele Familien haben kaum noch Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung oder ausreichend Nahrung. Diese dramatische Situation wird durch den Ebola-Ausbruch und die Grenzschliessungen weiter verschärft. HEKS ist seit vielen Jahren mit Mitarbeiter:innen und starken lokalen Partnerorganisationen in der Region präsent. Deshalb kann es nun schnell mit zusätzlichen Hygiene- und Sensbilisierungsmassnahmen reagieren. Dazu gehören die Installation von Handwaschstationen, die Verteilung von Hygiene-Sets, Aufklärungskampagnen zur Ebola-Prävention und die Unterstützung lokaler Gesundheitsstrukturen. Gleichzeitig unterstützt HEKS besonders gefährdete Familien finanziell, damit diese ihre Grundbedürfnisse wie Nahrung, Hygiene oder medizinische Versorgung decken können. «Die Menschen in der Region stehen aufgrund von Konflikten und Vertreibung bereits unter extremem Druck. Der Ebola-Ausbruch wird für Millionen betroffener Menschen in der gesamten Region verheerende Folgen haben. Schnelle und koordinierte Hilfe ist jetzt entscheidend“, sagt Eric Laurent, Desk Officer für humanitäre Hilfe in der DR Kongo. Medienkontakte: HEKS ist seit Jahrzehnten in der betroffenen Region tätig. Gerne vermitteln wir Ihnen ein Gespräch mit Federico Riccio (FR, IT, EN), Teamleiter Programme Ostafrika oder mit Eric Laurent (FR), Desk Officer für humanitäre Hilfe in der DR Kongo. Er ist momentan in Goma. Helen Arnet Medien & Information HEKS - Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz Seminarstrasse 28 / Postfach CH - 8042 Zürich Telefon: 076 461 88 70 Permalink:
|