MedienmitteilungSinnloses Töten im Kanton Schwyz und Graubünden – Wildtierschutz Schweiz verurteilt skandalöse Praxis2025-11-24T23:07:34Politisch motivierte Wolfsabschüsse: Sinnloses Töten in den Schweizer Kantonen – Wildtierschutz Schweiz verurteilt skandalöse Praxis Die jüngsten Abschüsse von drei Jungwölfen im Kanton Schwyz stehen exemplarisch für eine tier- und naturschutzpolitische Entgleisung, die sich aktuell schweizweit abzeichnet. Im Auftrag einer Politik, die sich immer weiter von wissenschaftlichen Grundlagen und internationalen Erkenntnissen entfernt, werden geschützte Jungtiere getötet, die keinerlei Schaden angerichtet haben – und mit hoher Wahrscheinlichkeit nie angerichtet hätten. Die Wildhut hat im Kanton Schwyz erneut auf Befehl der Politik abgedrückt. Dass der Kanton die Tötung von unerfahrenen, nicht schadenstiftenden Jungwölfen als «Regulierung» verkauft, ist ein Schlag ins Gesicht aller, die sich für Wildtiere, Artenvielfalt und verantwortungsvolle Politik einsetzen. Doch Schwyz ist kein Einzelfall: Auch im Kanton Bern, Graubünden, Wallis und weiteren Kantonen laufen politisch motivierte Wolfsabschüsse weiter – abgesegnet vom Bundesamt für Umwelt (BAFU). Es handelt sich um ein staatlich sanktioniertes Wolfsmassaker, das die Grundlagen des Schweizer Tierschutz- und Jagdrechts ad absurdum führt. Jungtiere ohne Fehlverhalten werden getötet – ein Bruch mit jedem Grundsatz des Tierschutzes Die getöteten Wölfe haben keine Schäden verursacht. Trotzdem werden sie eliminiert, weil sie gewissen Bauern/Jägern, politischen Interessenvertretern der Mitte und SVP oder lokal einflussreichen Kreisen «im Weg» sind. Wildtierschutz Schweiz verurteilt diese Praxis aufs Schärfste. «Es handelt sich um staatlich legitimiertes Töten ohne Notwendigkeit und wissenschaftlicher Grundlage – ein Vorgehen, das im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren hat», sagt Wildtierschutz Schweiz. «Diese Jungtiere hatten ein Recht auf Leben. Der Schutzstatus des Wolfs wird zunehmend ausgehöhlt, bis nur noch eine Fassade übrig bleibt.» Symptom einer breiten Krise des Schweizer Tierschutzes Der Umgang mit den Wölfen ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines systemischen Problems. Ob Wildtiere, Haustiere oder Nutztiere – sobald ein Tier nicht ins gewünschte Raster passt, wird es «reguliert». Fälle wie die Massentötung der 120 Hunde in Ramiswil zeigen, wie schnell Tiere in der Schweiz entsorgt werden, wenn die Strukturen versagen. In Anbetracht der globalen Herausforderungen – Verlust der Artenvielfalt, Klimakrise, ökologische Destabilisierung – ist diese Haltung zutiefst beängstigend. Anstatt Lösungen zu fördern, werden Tiere geopfert, um kurzfristigen politischen Druck zu entschärfen. Der Wildtierschutz Schweiz fordert:
Eine fragwürdige Gesellschaftspolitik – Zeit für ein Umdenken Die Schweiz muss sich fragen, welche Werte sie vertreten will. Der Schutz bedrohter Wildtiere ist keine Belastung, sondern ein zentraler Bestandteil eines verantwortungsvollen Umgangs mit Natur und Zukunft. «Angesichts globaler Umweltkrisen ist es beschämend, wie leichtfertig die Schweiz mit seinen Tieren umgeht», so Wildtierschutz Schweiz. «Wir fordern ein Ende dieser destruktiven Politik und einen echten, respektvollen Dialog über unser Zusammenleben mit Wildtieren.» Verein Wildtierschutz Schweiz Riedlöserstrasse 4 CH-7302 Landquart https://wildtierschutz.com Permalink:
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