MedienmitteilungGlobale Bain-Studie zum Konsumverhalten / Corona-Pandemie katapultiert Haushaltsgerätehersteller ins digitale Zeitalter2021-02-03T09:49:44München/Zürich (ots) -
Weltweit wächst der Onlineabsatz von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Kühlschränken oder Geschirrspülern rasant. Dadurch geraten die bisher noch stark auf Einzelhandelskanäle bauenden Hersteller zunehmend unter Handlungsdruck. Vor der Corona-Krise hatte bereits rund ein Viertel der Konsumenten Käufe übers Internet getätigt, künftig tendieren dazu weitere 26 Prozent (Abbildung). Bis 2025 könnten aufgrund des sich wandelnden Kundenverhaltens rund 40 Prozent aller Geräte rund um den Globus online abgesetzt werden. Direkt über die Webseite eines Herstellers kauft allerdings bislang noch nicht einmal jeder Zehnte. Dies sind Ergebnisse der Studie "Covid-19 Catapults White Goods Makers into the Digital Future" der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company. "Die Botschaft an die Haushaltsgeräteindustrie ist eindeutig", sagt Bain-Partner Michael Staebe, Co-Autor der Studie und Leiter der Praxisgruppe Industriegüter und -services im deutschsprachigen Raum. "Digitale Verkaufskanäle und zielgenaue Marketingaktionen sind essenziell, um Marktanteile zu halten beziehungsweise hinzuzugewinnen." Bereits zwischen 2014 und 2019 nahmen die weltweiten Onlineverkäufe jährlich um durchschnittlich 10,5 Prozent zu, während der Absatz im stationären Einzelhandel nahezu unverändert blieb. Und der digitale Aufwärtstrend hält an. Insbesondere die jüngeren Altersgruppen werden den E-Commerce-Boom in der Branche in den kommenden Jahren beschleunigen. Produktdaten besser nutzen "Angesichts des raschen Wandels hin zu digitalen Kanälen bedarf es seitens der Haushaltsgerätehersteller einer Kraftanstrengung - und das langfristig", betont Matthias Niehues, Senior Manager bei Bain und Industrieexperte. Vorreiter bauen deshalb ihre eigenen Onlineverkaufskanäle aus (Direct-to-Consumer), kooperieren intensiver mit marktstarken E-Commerce-Plattformen und forcieren die Entwicklung sowie den Absatz internetfähiger Haushaltsgeräte. Mittlerweile verfügt die Branche über einen wahren Schatz an Produktdaten. Diese werden aber bisher nur unzureichend für direkte Kundenkontakte eingesetzt. Laut Bain-Studie sehen zwar 61 Prozent der weltweit rund 6.000 befragten Konsumenten die Internetseiten der Gerätehersteller als wichtige oder sehr wichtige Informationsquelle an. Doch lediglich 30 Prozent abonnieren im Rahmen des Kaufprozesses einen Newsletter und nur 44 Prozent registrieren ihr Gerät während oder nach der Installation beim Hersteller. Einfache Möglichkeiten, um den Kunden dauerhaft in die eigene Markenwelt zu holen, werden damit verpasst. Branchenvorreiter investieren daher verstärkt in digitales Marketing und individualisierte Social-Media-Aktivitäten, um direkte Kundenkontakte aufzubauen, die Markentreue signifikant zu steigern und den Marktanteil bei den lukrativen Aftersales-Services zu vergrößern. "Dabei ersetzen sie die bisherigen umfangreichen und kostenintensiven Kampagnen unter anderem durch eine Vielzahl kleiner und zielgenauer Marketingaktionen für spezielle Konsumentengruppen", so Niehues. "Bereichsübergreifende agile Teams lernen aus diesen Projekten und tragen den Kundenbedürfnissen mit ihren nächsten Maßnahmen besser Rechnung." Kundenloyalität ist Trumpf Traditionelle Haushaltsgerätehersteller können den Übergang zu digitalen Marketing- und Verkaufskanälen beschleunigen. Dafür sind sechs Erfolgsfaktoren entscheidend:
"Kundenloyalität ist gerade im hart umkämpften Markt für Haushaltsgeräte wichtiger denn je", resümiert Bain-Partner Staebe. "Hersteller, die jetzt starke und langfristige Kundenbeziehungen aufbauen und sich auf digitale Kontaktmöglichkeiten konzentrieren, schaffen beste Voraussetzungen, um in den nächsten zehn Jahren zu den Gewinnern zu gehören." Eine Grafik zum Thema finden Sie hier: https://ots.de/LdSKsQ Bain & Company Bain & Company ist eine international führende Unternehmensberatung, die Entscheiderinnen und Entscheider weltweit bei der Zukunftsgestaltung unterstützt. Mit unseren 59 Büros in 37 Ländern sind wir in unmittelbarer Nähe unserer Kunden. Wir arbeiten gemeinsam mit ihnen daran, den Wettbewerb zu übertreffen und neue Standards in den jeweiligen Branchen zu setzen. Partner aus unserem Ökosystem digitaler Innovatoren ergänzen unsere Expertise und sorgen mit dafür, dass wir für unsere Kunden bessere, schnellere und nachhaltigere Ergebnisse erzielen. In den kommenden zehn Jahren werden wir weltweit mehr als eine Milliarde US-Dollar in Pro-Bono-Projekte investieren. Wir unterstützen Organisationen, die sich den aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Bildung, Umwelt sowie wirtschaftliche Entwicklung stellen und sich für Gleichberechtigung in jeder Hinsicht engagieren. Seit unserer Gründung 1973 messen wir unseren Erfolg am Erfolg unserer Kunden und sind stolz darauf, dass wir die höchste Weiterempfehlungsrate in der Beratungsbranche haben. Pressekontakt: Patrick Pelster Permalink:
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