Medienmitteilung

Wir lassen uns nicht entwaffnen

2010-06-18T10:05:35

Bern (ots) -

proTELL begrüsst die Ablehnung der "Volksinitiative
"Schutz vor Waffengewalt" ohne Gegenvorschlag durch den Nationalrat 
mit 103 zu 66 Stimmen. Der private Waffenbesitz manifestiert das 
Vertrauen des Staates in den Bürger/Soldaten. Die Volksinitiative 
bekämpft nicht den Missbrauch. Sie will die Entwaffnung des Volkes.
proTELL unterstützt alle wirksamen Massnahmen zur Bekämpfung des 
Waffenmissbrauchs. Mit der geltenden Waffengesetzgebung kann dem 
Missbrauch wirksam begegnet werden. Die Volksinitiative "Schutz vor 
Waffengewalt" will demgegenüber Bürgerinnen und Bürgern die Illusion 
suggerieren: "Kein privater Waffenbesitz = keine Tötungsdelikte und 
Suizide".
Der Waffenmissbrauch liegt nicht im freiheitlichen Waffenbesitz. 
Ursache ist die gesellschaftliche Entwicklung. Häusliche Gewalt 
entsteht nicht durch die Verfügbarkeit von Schusswaffen. Sie 
entspringt dem Zustand der Partnerschaft. Waffenmissbrauch kann nicht
mit flächendeckenden Verboten verhindert werden. Wirksame Massnahmen 
sind die konsequente Anwendung des geltenden Waffenrechts und die 
Erziehung der Gesellschaft zu verantwortungsbewusstem Umgang mit 
potentiell gefährlichen Gegenständen.
Der Mensch darf Gegenstände mit Gefährdungspotential wie 
Maschinen, Messer, Seile, Handwerkszeug, Elektrizität, Gifte und 
Präparate aller Art benützen. Eine Verantwortung soll dieser 
selbstverantwortliche Mensch gemäss der Initiative in Zukunft jedoch 
nicht mehr tragen dürfen: "eine Schusswaffe zu besitzen, sorgfältig 
aufzubewahren sowie im Sport und auf der Jagd zu benützen".
Die Volksinitiative hat eine ideologische Zielsetzung. Sie will 
dem Bürger/Soldaten das Vertrauen des Staates in den 
verantwortungsbewussten Waffenbesitz entziehen. Sie strebt ein 
staatliches Waffenmonopol an.
proTELL bekämpft mit den Landesverbänden der 
"Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz" die Volksinitiative, weil 
sie gegen Waffenmissbrauch wirkungslos sowie staats- und 
gesellschaftspolitisch verfehlt ist.

Kontakt:

Willy Pfund, alt Nationalrat, Präsident proTELL
Tel.: +41/61/703'04'77
Mobile: +41/79/645'02'20

Permalink:


https://www.presseportal.ch/de/pm/100007002/100605667


Weiterführende Informationen

http://www.protell.ch

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