Medienmitteilung
economiesuisse - Wirtschaft für konsequente MWST-Reform / economiesuisse zur Mehrwertsteuer-Vorlage des Bundesrats
2007-07-18T10:00:00
Zürich (ots) - Die Wirtschaft fordert seit Jahren eine radikale
Vereinfachung der Mehrwertsteuer (MWST). Der Reformbedarf ist akut.
Im Rahmen der Vernehmlassung zur MWST verlangt economiesuisse eine
spürbare Entlastung der Unternehmen. Gefordert wird eine einfache,
transparente MWST mit einem tiefen Einheitssatz. Aus der drastischen Vereinfachung der MWST verspricht sich die
Wirtschaft Effizienzgewinne und weniger Bürokratie. Die Reform soll
Impulse für Mitarbeiter, Kunden und die privaten Haushalte bringen.
Eine gute MWST-Reform mit technischen Massnahmen und einem tiefen
Einheitssatz nützt der ganzen Volkswirtschaft. Das erklärte Pascal
Gentinetta, Geschäftsleitungs- mitglied von economiesuisse, an der
heutigen Medienkonferenz des Wirtschaftsdachverbands zur
bundesrätlichen Reformvorlage. Dass eine konsequente Reform mit einem tiefen Einheitssatz und
wenigen Steuerausnahmen umfassende Vorteile für alle bringt,
unterstrich Frank Marty, Projektleiter bei economiesuisse. So
profitieren die privaten Haushalte längerfristig nicht nur von
steigenden Einkommen. Ein einheitlicher tiefer Steuersatz heisst
auch mehr Transparenz und einen unverzerrteren Konsum. Dass durch
die Reform die Unternehmen entlastet werden, ist richtig.
Milliardenbelastungen der Wirtschaft durch eine Konsumsteuer sind
nicht akzeptabel. MWST-Experte Philip Robinson, Leiter Steuern Ernst&Young, zeigte die
technischen Fortschritte der Vorlage auf. Namentlich in den
Bereichen Vereinfachung und der Rechtssicherheit sind aber noch
Verbesserungen nötig. Als wichtige Aspekte nannte er den Abbau des
Formalismus beim Nachweis, die umfassende Rechtskraft von
Steuerkontrollen und den Verzicht auf eine breitflächige
Kriminalisierung durch das Strafrecht. Der Vorsteuerabzug darf
ferner nur noch an die unternehmerische Tätigkeit gekoppelt sein.
Diese Neuregelung ist zentral für eine funktionierende MWST. Aus Sicht einer betroffenen Branche verlangt Daniel Lehmann,
Direktor des Schweizerischen Baumeisterverbandes, dass die geplanten
Vereinfachungen zwingend umgesetzt werden. Abgrenzungsfragen und
Wettbewerbsverzerrungen müssen umfassend eliminiert werden, wobei
Lehmann zur Anschauung Beispiele aus dem Baugewerbe zitierte. Damit
die Reform möglichst wirksam ausfällt, unterstützt er neben dem
Modul Steuergesetz deshalb auch den Einheitssatz. Dies auch, weil
die MWST als Instrument der Sozialpolitik klar ungeeignet ist. Rückfragen:
Frank Marty, Telefon: 044 421 35 84, frank.marty@economiesuisse.ch
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