Medienmitteilung
Klimawandel erfordert neue Hilfestrategie
2007-06-19T18:28:45
Bern (ots) - Verstärkte Anstrengungen in der
Katastrophenvorsorge und Massnahmen zur Risikoverminderung in den
ärmsten und fragilsten Zonen der Welt haben in der internationalen
Hilfe Priorität. Dies forderten Fachleute an der Tagung Fluten,
Dürren, Wirbelstürme des Schweizerische Rote Kreuzes (SRK) vom
Dienstag in Bern. Die internationale Hilfe wird als Folge des
Klimawandels zunehmend von wiederkehrenden Umwelt- und
Naturkatastrophen geprägt. Auch das SRK passt seine langfristigen
Hilfsprogramme etwa im bengalischen Delta oder in der Sahelzone des
westafrikanischen Landes Mali den extremen Herausforderungen der
Umwelt an. Gemäss der Direktorin des Climate Centres des Roten Kreuzes in
Den Haag, Madeleen Helmer, hat sich die Zahl der wetterbedingten
Naturkatastrophen in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Sie
plädierte für eine Neuausrichtung der Hilfsprogramme insbesondere in
jenen Regionen, deren verarmte Bevölkerung den extremen
Umweltereignissen besonders ausgesetzt ist. Im Küstengebiet
Vietnams haben dank der Aufklärung der Bevölkerung und dem Bau von
Häusern an flutsicherer Lage die letzten schweren Taifune weniger
Schaden verursacht als früher, erwähnte sie als konkretes Beispiel
der Katastrophenprävention. Interessante Perspektiven für eine bessere Ressourcennutzung und
Anpassungsstrategien der Bevölkerung in den Ländern des Südens
zeigte Andreas Kläy vom Geografischen Institut der Universität Bern
auf. Prof. Jürg Utzinger vom Schweizerischen Tropeninstitut machte
auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Umweltkatastrophen durch
das vermehrte Auftreten von wasserübertragbaren Krankheiten wie etwa
Bilharziose oder Malaria aufmerksam. Für zusätzliche Informationen: SRK, Karl Schuler 079 639 54 20 Die Referate sind abrufbar unter www.redcross.ch/international
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002289/100536632
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