Medienmitteilung
Die LSVA-Erhöhung ist Teil des bilateralen Kompromisses
2007-05-15T09:40:41
Altdorf (ots) - Die Wirtschaft lobbyiert mit falschen Informationen
gegen die Erhöhung der LSVA. Eine genaue Betrachtung ergibt ein
völlig anderes Bild: Die LSVA deckt die externen Kosten nicht, und
die Produktivitätsgewinne durch die höhere Gewichtslimite sind nicht
ausgeglichen. Die ZEB-Projekte sind von der LSVA-Erhöhung abhängig. Die umfassende Transportrechnung 2003 des Bundesamtes für Statistik
weist für die Kategorie Lastwagen eine Unterdeckung von 564
Millionen Franken aus, was pro Tonnenkilometer 1,0 Rappen
entspricht. Rechnet man diese zur damaligen LSVA von
durchschnittlich 1,68 Rappen hinzu, so ergeben sich die 2,7 Rappen,
welche das Landverkehrsabkommen nach Eröffnung des Lötschberg-
Basistunnels erlaubt. In dieser Rechnung sind die Klimakosten noch
sehr konservativ eingeschätzt, die Staukosten sind überhaupt nicht
enthalten. Die Erhöhung der LSVA auf 2,7 Rappen ist also mehr als
gerechtfertigt. Zudem war der LSVA-Tarif seit Einführung der Abgabe in Wirklichkeit
immer um 0,15 bis 0,17 Rappen tiefer als nominal angegeben. Grund:
Die den Tarifkategorien zugrunde gelegten Statistiken über die
Flottenzusammensetzung waren im Zeitpunkt der Umsetzung immer schon
veraltet. Auch mit dem nominalen Tarif sind die
Produktivitätsgewinne durch die höhere Gewichtslimite, die
gleichzeitig mit der LSVA eingeführt wurde, nicht ausgeglichen. So
stiegen im Transitverkehr die durchschnittlichen Tonnagen und damit
die möglichen Erlöse um mehr als 70 Prozent, während sich die
Produktionskosten durch die Einführung der LSVA nur um 61 Prozent
erhöhten. Schliesslich sei dran erinnert, dass die LSVA wesentlich zur
Speisung des FinöV-Fonds beiträgt. Insbesondere die zweite Etappe
der Bahn 2000 (ZEB-Projekte), von der alle Regionen mehr
öffentlichen Verkehr erwarten, hängt wesentlich davon ab, wieviel
Geld im FinöV-Fonds zur Verfügung steht. Die Wirtschaft hat 1999 beim Seilziehen um die Bilateralen Verträge
in den Handel LSVA gegen 40-Tönner eingewilligt. Wenn sie jetzt von
diesem Kompromiss abweicht, missbraucht sie das Vertrauen der
Umweltverbände und der Bevölkerung aufs sträflichste. (Ein Argumentarium mit den Detailangaben finden Sie auf
www.alpeninitiative.ch/d/Sonstiges-Details.asp?ID=58) Alpen-Initiative
Für Rückfragen:
Alf Arnold
Telefon +41/41/870'97'81
oder +41/79/711'57'13
Weiter Infos: www.alpeninitiative.ch
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