Medienmitteilung
LKW-Kontrollzentrum Ripshausen: Kein Weiterzug
2007-05-14T08:35:40
Altdorf (ots) - Ausschlaggebend für den Verzicht auf den Weiterzug
war in erster Linie das Interesse, die von der Alpen-Initiative
unbestrittenen Teile des Projektes - die Anlagen für die
LKW-Kontrollen und die Flächen für die Verlegung des Dosiersystems -
nicht zu verzögern. Die konsequente Fahndung von Verstössen gegen
Vorschriften des Strassenverkehrsrechts trägt zur Verlagerung des
Güterverkehrs auf die Schiene bei. Sie vermindert illegale
Konkurrenzvorteile von Strassentransporteuren gegenüber der
Eisenbahn und stärkt damit die Konkurrenzfähigkeit der Schiene. Der
Entscheid wurde der Alpen- Initiative erleichtert durch die von
Baudirektor Markus Züst in Aussicht gestellte Intensivierung der
mobilen Kontrollen durch die Polizei, die bereits ein Jahr vor
Eröffnung des Kontrollzentrums erfolgen soll. Die Alpen-Initiative hält aber an der Meinung fest, dass der
Warteraum mit 177 Lastwagen-Abstellplätzen weder für die LKW-
Kontrolle noch für die Dosierung nötig ist. Auch die
Alpentransitbörse benötigt gemäss der neuen Studie des Bundes nur
fünf Abstellplätze. Wird der Alpenschutzartikel verfassungs- und
gesetzeskonform umgesetzt, sind die übrigen Parkplätze überflüssig.
Immerhin hat das UVEK in seinem Entscheid verfügt, dass ein Rückbau
der Parkflächen erfolgen soll, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Wenn die LKW-Abstellplätze nun gegen unserem Willen gebaut werden,
so sollten sie nach Meinung der Alpen-Initiative mindestens dazu
genutzt werden, das Dosiersystem zu verschärfen. Die Urner Regierung
hat vom Bund eine automatische Überwachung des geltenden
Sicherheitsabstandes von 150 Metern im Gotthardtunnel gefordert. Als
zweiter Schritt sollte im Interesse der Sicherheit eine Erhöhung des
minimalen Fahrzeugsabstandes erfolgen. Beim Unfall im Fréjus-Tunnel
vom 4. Juni 2005 hat sich gezeigt, dass ein LKW-Brand im Tunnel
soviel Hitze entwickeln kann, dass das Feuer über eine Distanz von
230 Metern auf weitere Fahrzeuge überspringen kann. Der heutige
Sicherheitsabstand muss deshalb mindestens verdoppelt werden. Alpen-Initiative
Für Rückfragen:
Alf Arnold
Telefon +41/41/870'97'81
oder +41/79/711'57'13
Weiter Infos: www.alpeninitiative.ch
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