Medienmitteilung
Sulzer: Die Zürcher Kantonalbank als Gehilfin der Raider darf das sein?
2007-04-23T15:57:47
Zürich (ots) - Die Zürcher Kantonalbank hat anscheinend von Martin
Ebner gelernt. Sie hat sich, wie der Fall Sulzer zeigt, als Gehilfin
der Raider- Wirtschaft entpuppt. Die grösste Schweizer Kantonalbank,
die sich bis anhin bei Übernahmegeschäften einer gewissen
Zurückhaltung befleissigt hat und sich für kritische Zeitgenossen
als Alternative zu den Grossbanken anbot, hat anscheinend keine
Mühe, mit den ausländischen Spekulanten Ronny Pecik/Georg Stumpf und
Wiktor Wekselberg zusammenzuarbeiten. Für die Angestellten Schweiz stellt sich die Frage, ob die Bank mit
Staatsgarantie Steigbügelhalterin für derart heikle hochspekulative
Geschäfte sein darf. ZKB-Direktor Hans Vögeli vertritt zwar die
Rechtmässigkeit des Handels für seine Kunden. Dies bezweifeln die
Angestellten Schweiz. In § 2 des Gesetzes über die Zürcher
Kantonalbank heisst es nämlich: Die Bank hat den Zweck, zur Lösung
der volkswirtschaftlichen und sozialen Aufgaben im Kanton
beizutragen. (
) Dabei berücksichtigt sie insbesondere die Anliegen
der kleinen und mittleren Unternehmen, der Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer (
). Es ist höchste Zeit, die Rolle der Kantonalbanken bei
hochspekulativen Geschäften, die zum Nachteil des Arbeitsplatzes
Schweiz sein könnten, zu bedenken. Für Rückfragen: Christof Burkard, Leiter Rechtsabteilung Angestellte
Schweiz, 044 360 11 11, 079 798 68 41 Die Angestellten Schweiz sind die stärkste Arbeitnehmerorganisation
der Branchen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) und
Chemie/Pharma. Rund 25 000 Angestellte sind Mitglied. Angestellte
Schweiz entstand aus dem Zusammenschluss der beiden Verbände
Angestellte Schweiz VSAM (MEM, gegründet 1918) und VSAC (Chemie,
gegründet 1993).
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100006251/100530481
|
|