Medienmitteilung
economiesuisse - Verkehrsfinanzierung: Erster Schritt zur Transparenz / Der ARE-Statusbericht zeigt erstmals konsolidiert, wie viele Staatsgelder wohin fliessen
2007-04-19T12:40:00
Zürich (ots) - economiesuisse begrüsst den Statusbericht des
Bundesamts für Raumentwicklung ARE als erste wichtige Grundlage für
mehr Transparenz bei der Verkehrsfinanzierung. Gerade im
Verkehrsbereich sind die Finanzierungsmechanismen besonders
undurchschaubar. Der Bericht macht deutlich: Verglichen mit dem
Wirtschaftswachstum und der Teuerung nahmen die Verkehrsausgaben
gleich wie die gesamten Staatsausgaben seit 1990
überdurchschnittlich zu (siehe Grafik in der Beilage). Diese
Entwicklung ist vor allem auf die starke Zunahme der Ausgaben für
die Schieneninfrastruktur zurückzuführen. Hingegen haben sich die
Ausgaben für die Strasse im gleichen Zeitraum eher verhalten
entwickelt. Um volle Transparenz und Vergleichbarkeit verkehrsträgerübergreifend
zu gewährleisten, reicht der Statusbericht des ARE allerdings nicht
aus. Weitere Klärungsschritte sind noch ausstehend: Insbesondere
fehlen zurzeit Angaben zu den Fragestellungen, wie ausgelastet der
öffentliche Verkehr tatsächlich ist und wie sich die Bundesmittel
für die SBB regional verteilen. Zudem fehlen einheitliche,
verkehrsübergreifende Standards zur Rentabilitätsmessung von
Verkehrsachsen und -angeboten. Das UVEK hat seine Bereitschaft
signalisiert, die Lücken zu diesen wichtigen Entscheidungsgrundlagen
zu schliessen. Im Interesse eines volkswirtschaftlich möglichst
effizienten Einsatzes öffentlicher Gelder ist das UVEK gefordert,
die entsprechenden Grundlagen rasch und zeitgerecht zu erarbeiten.
Nur so können sie im politischen Entscheidungsprozess miteinbezogen
werden. Dies gilt im Besonderen angesichts der bevorstehenden,
massiven Infrastrukturprogramme, wie zum Beispiel der Zukünftigen
Entwicklung der Bahninfrastruktur. Mit ihrem gemeinsamen Anliegen haben economiesuisse, TCS und Litra
zum Ausdruck gebracht, dass es in der Schweiz konsolidierte und
transparente Grundlagen über Verkehrsflüsse, Kapazitäten und
Auslastungsgrade sowie über die Verteilung der Finanzmittel und über
die Wirtschaftlichkeit braucht. Nur so ist angesichts der
zahlreichen anstehenden Vorhaben ein möglichst effizienter Einsatz
der verfügbaren Finanzmittel gewährleistet. Das erlaubt eine
sachliche Prioritätensetzung bei der Mittelzuteilung im
Gesamtinteresse abseits rein regionalpolitisch motivierter
Anliegen. Solche konsolidierte Entscheidungsgrundlagen fehlten bis
heute weitgehend, obwohl sie für einen effizienten Einsatz der
Mittel unabdingbar sind. Rückfragen:
Pascal Gentinetta, economiesuisse
Telefon: 044 421 35 12, pascal.gentinetta@economiesuisse.ch Anhang: Entwicklung der Verkehrsausgaben zwischen 1990 und 2004
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