Medienmitteilung
economiesuisse - KMU-Steuerreform vor Abschluss / Wirtschaft fordert Nachbesserungen im Nationalrat
2007-03-06T14:20:00
Zürich (ots) - economiesuisse begrüsst das Ergebnis der heutigen
Beratung des Ständerats zur Unternehmenssteuerreform II
mehrheitlich. Der Entscheid, auf dem bisherigen Weg der
parlamentarischen Beratung weiterzufahren, ist richtig. Die Reform
präsentiert sich heute klar als KMU-Steuerreform und als Impulspaket
für unsere ganze Volkswirtschaft. Wie der kürzlich veröffentlichte,
breit unterstützte Aufruf für die Reform zeigt, steht die Wirtschaft
geschlossen hinter der Vorlage und fordert einen raschen Abschluss. Materiell bedauert economiesuisse den knappen Entscheid des
Ständerats für eine Teilbesteuerung der Dividenden im Privatvermögen
zu 70 Prozent sehr. Der Nationalrat hat mit der Festlegung eines
einheitlichen Teilbesteuerungssatzes von 50 Prozent den
konsequenteren Weg gewählt. Ein Satz von 50 Prozent ist
finanzpolitisch verantwortbar und mit Blick auf den internationalen
Trend wie die bereits getätigten Reformen in der Mehrzahl der
Kantone massvoll. Vom Nationalrat wird erwartet, dass er hier einen
wirtschaftsfreundlicheren Kurs als der Ständerat fährt. Das klare
Nein des Ständerats zur Harmonisierung der Teilbesteuerung in den
Kantonen wird hingegen ebenso klar begrüsst wie die Abkoppelung des
Quasiwertschriftenhandels vom Rest der Vorlage; beide Entscheide
sind sachlich richtig. Bei der Besteuerung des Liquidationsgewinns
für Personengesellschaften ist der Nationalrat gehalten, an seiner
Lösung festzuhalten, weil sie vor allem für kleinere KMU eine
massgebliche Entlastung bringt und zudem einfach und praktikabel
ist. Als KMU-Steuerreform setzt die Unternehmenssteuerreform II dort an,
wo der Druck für KMU am höchsten ist. Sie führt die Steuerreform von
1997 weiter, die sich für die Schweiz als grosser Erfolg erwiesen
hat und viele Unternehmen in unser Land brachte. Wie damals steht
auch heute wieder die Schaffung von Wachstum und Arbeitsplätzen im
Vordergrund. Im Fokus sind heute die mehr als 300000 KMU der
Schweiz, die mit ihren über 3 Millionen Beschäftigten zu einem
starken Werk- und Dienstleistungsplatz entscheidend beitragen. Von
der Steuerreform profitieren nicht nur die KMU und ihre
Beschäftigten, sondern die ganze Schweizer Wirtschaft, die
öffentlichen Finanzen und unsere Sozialwerke. Es ist Zeit, dass der
Bund endlich nachvollzieht, was in der Mehrzahl der Kantone und
OECD- weit schon gängige Praxis ist. Die Vorlage ist ohne weitere
Verzögerungen rasch abzuschliessen. Rückfragen:
economiesuisse: Pascal Gentinetta, Telefon: 044 421 35 12,
pascal.gentinetta@economiesuisse.ch
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100526249
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