Medienmitteilung
Flaggschiffe der Exportindustrie im Übernahmestrudel - Angestellte Schweiz fordern zum Handeln auf
2007-02-22T16:35:07
Zürich (ots) - In den letzten Monaten wurden mehrere erfolgreiche
und exportstarke Schweizer Unternehmen durch Übernahmekämpfe
beeinträchtigt. Dies führt bei den betroffenen Angestellten zu
grosser Verunsicherung und Demotivierung. Die Angestellten Schweiz
fordern die Aufsichtsbehörden zum Handeln auf und die Politik, die
heutigen Lücken im Börsengesetz zu schliessen. Im Schutze unzureichender Börsenbestimmungen wurden in den jüngsten
Monaten Übernahmeattacken unbekannter Anleger gegen mindestens fünf
erfolgreiche Schweizer Firmen lanciert. Begünstigt wird dies durch
die lückenhafte Schweizer Börsengesetzgebung. Gemäss Börsengesetz
müssen die Anleger von Aktien Ihre Beteiligung ab den Grenzwerten
von 5, 10, 20, 33 1/3, 50 % bekannt geben. Mit dieser Bestimmung
sollten stille Übernahmen erschwert sowie Markt und Öffentlichkeit
(und damit auch die Mitarbeitenden) über entsprechende Vorgänge
informiert werden. Beim Einsatz von Optionen hingegen besteht keine
Offenlegungspflicht. Dieser Umstand wird nun bei Übernahmeattacken
bewusst ausgenutzt. Wir erinnern an Unaxis, Saurer, SIG usw. Im
Vorfeld all dieser Manöver spielten Optionen eine wichtige Rolle. So
sehen sich heute Unternehmen in der schwierigen Lage, sich gegen
unbekannte Angreifer verteidigen zu müssen. Übernahmekämpfe haben
immer Einfluss auch auf die Unternehmensstrategie. Die Angestellten Schweiz verlangen, dass der Gesetzgeber die
bestehende Lücke im Börsengesetz schliesst. Die ablaufende
versteckte Übernahme via Optionen bei denen sehr lange unbekannt
bleibt, wer letztlich wie viele Aktien auf einen Stichtag übernehmen
kann führt bei Angestellten und Leistungsträgern zu Verunsicherung
und Demotivierung, denn es fehlt der Glaube an eine langfristige
Strategie, ein starkes und handlungsfähiges Management und an eine
Zukunft des Arbeitsplatzes. Die Angestellten Schweiz stehen zum Werkplatz Schweiz. Das Gerede um
Aktien, Optionen und eine allfällige Übernahme verunsichert zahllose
Mitarbeitende und gefährdet den langfristigen Erfolg der Schweizer
Industrie. Gerade im Moment, wo die Schweizer Industrie wiedergefundene
Wettbewerbsfähigkeit beweist, darf sie nicht durch
Verteidigungskämpfe geschwächt werden. Die Angestellten Schweiz
verlangen ein aktives Einschreiten von Politik und Behörden. Wir
begrüssen entsprechende Vorstösse von Parlamentariern und tragen sie
mit. Für Rückfragen:
Vital Stutz, Geschäftsführer Angestellte Schweiz, Tel. 044 360 11
41, Natel 079 639 73 03 Die Angestellten Schweiz sind die stärkste Arbeitnehmerorganisation
der Branchen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) und
Chemie/Pharma. Rund 26 000 Angestellte sind Mitglied. Angestellte
Schweiz entstand aus dem Zusammenschluss der beiden Verbände
Angestellte Schweiz VSAM (MEM, gegründet 1918) und VSAC (Chemie,
gegründet 1993).
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https://www.presseportal.ch/de/pm/100006251/100525350
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