Medienmitteilung
RVK: Krankenkassenlöhne: Viele Chefs verdienen weniger als der Durchschnitt der Schweizer Manager
2007-02-02T16:20:00
Luzern (ots) - Entgegen der Behauptungen im Blick vom 29. Januar
2007 liegen die Gehälter der Geschäftsführer vieler Krankenkassen im
Mittel unter dem Niveau von Schweizer Führungskräften. Gemäss einer
aktuellen Erhebung des Verbands der kleinen und mittleren
Krankenversicherer (RVK) liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen
eines Geschäftsführers knapp ein Viertel unter dem Durchschnitt
Schweizerischer KMUs. Mit aktuellen Zahlen widerlegt der RVK den Vorwurf, dass
Managerlöhne im Gesundheitswesen dem Niveau millionenschwerer
Konzernchefs entsprächen. Nicht mehr als rund 130'000 Franken
verdient durchschnittliche der Chef eines KMU-Krankenversicherer pro
Jahr. Im nationalen Vergleich der Führungskräfte liegt dieser Wert
deutlich unter dem Durchschnitt von 170'000 bis 291'000 Franken
Jahresgehalt (Daten aus der Salärstudie "Kader in der Schweiz 2006"
von Kienbaum). Effizienz dank Wettbewerb "Schlanke Strukturen und persönliches Engagement sind vielen Chefs
offensichtlich wichtiger als Spitzenlöhne", kommentiert Marcel
Graber, Direktor des RVK, die Ergebnisse der Gehaltsumfrage bei
Klein- und Mittelunternehmen. Zwar lasse sich die Lohnstruktur von
Kleinkassen nicht direkt auf die Gesamtbranche hochrechnen. Doch
zeige die Erhebung eindrücklich den wirtschaftlichen Stellenwert der
heutigen, wettbewerbsorientierten Krankenkassenvielfalt. "Wir sind
beeindruckt, wie effizient unsere Mitglieder wirtschaften. Ein
Milliardenprojekt wie die Einheitskasse könne dagegen nicht
mithalten", stellt Graber nüchtern fest. Während die Geschäftsführer einiger kleiner Krankenversicherer mit
einem Einkommen lediglich 60'000 bis 80'000 Franken verdienen, kommen
andere mit 100'000 bis 200'000 Franken Gehalt auf Schweizer
Durchschnittsniveau. Darüber liegen nur wenige Kapitäne der
Krankenversicherer. Nicht berücksichtigt von der Erhebung sind die
Chefs der marktführenden Gesellschaften. Die tiefen Verwaltungskosten
von durchschnittlich nur gerade 5,4% der Prämien führt der RVK auf
die moderate Lohnstruktur, eine kostenbewusste Administration, die
unbürokratische Leistungsabwicklung und die vielerorts noch gelebte
demokratische Einbindung der Versicherungsgemeinschaft zurück.
Letztere hilft nachweislich - gerade bei der Lohnentwicklung - dass
die Bezüge nicht in den Himmel wachsen. Keine Chance für die Einheitskasse Die Befürworter einer nationalen Einheitskrankenkasse hatten in
den letzten Wochen wiederholt die angeblich viel zu hohen
Managerlöhne der Krankenkassen für die steigenden Kosten im
Gesundheitswesen verantwortlich gemacht. Dass dem nicht so ist,
illustrieren die offen gelegten Zahlen des RVK nun deutlich. Graber:
Solche Behauptungen halten wir für einen hilflosen Versuch, die
volkswirtschaftlich unsinnige Forderung nach einer Einheitskasse um
jeden Preis zu untermauern. Glauben die Initianten denn ernsthaft,
ein staatlicher Moloch mit den entsprechenden Hierarchiestufen könne
nur annähernd so ökonomisch geführt werden wie unsere heutigen
KMU-Kassen?" Mit einer staatlichen Krankenversicherung würden
ineffiziente Strukturen geschaffen, für die letztlich der
Steuerzahler zur Kasse gebeten würde. Der RVK - Verband und innovative Dienstleistungsorganisation der
kleinen und mittleren Krankenversicherer Mit 47 Krankenversicherern und rund 800'000 Versicherten
verzeichnet der RVK eine konstante Mitgliederstruktur. Aus der
Rückversicherungsorganisation ist eine leistungsfähige
Rückversicherungs- und Dienstleistungsorganisation mit 25
Mitarbeitenden geworden, die ihre breite Palette erneut substanziell
ausgebaut hat. Damit ist gewährleistet, dass die Mitglieder des RVK
die immer anspruchsvolleren Auflagen der Aufsichtsbehörde und die
Bedürfnisse der Kunden optimal erfüllen können. Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum RVK finden
Sie im Internet unter www.rvk.ch. Kontakt
Marcel Graber
Direktor RVK
Tel.: +41/41/417'05'00
Fax: +41/41/417'05'01
E-Mail: marcel.graber@rvk.ch
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