Medienmitteilung
Wirtschaft geschlossen gegen Einheitskrankenkasse
2007-01-25T11:10:00
Zürich (ots) - Eine Einheitskrankenkasse bringt ständig steigende
Steuern und eliminiert Sparanreize im Gesundheitswesen. Betroffen
sind Wirtschaft und Mittelstand. Die negativen Konsequenzen auf
Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze sind gravierend. Deshalb sagt
die Wirtschaft entschieden Nein zur Einheitskrankenkasse. Am 11. März stimmt das Volk über die Schaffung neuer Steuern ab. Für
Gerold Bührer, Präsident von economiesuisse, ist klar: Die
Initiative hat fatale Auswirkungen auf das Gesundheitswesen, die
Sparanreize fallen weg und die Kosten steigen weiter. "Das führt zu
ständig steigenden Steuern", warnt Bührer. Die negativen
Konsequenzen auf Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze sind alles
andere als sozial, die Initiative ein klassisches Eigengoal. "Für die Arbeitgeber ist die Einheitskrankenkasse ein gefährliches
Experiment", sagt Rudolf Stämpfli, Präsident des Schweizerischen
Arbeitgeberverbands. Die Monopolstellung der Einheitskrankenkasse
verschlechtert die Qualität in der Grundversorgung. Auch die
Arbeitgeber tragen die Konsequenzen einer schlechteren Versorgung
ihrer Mitarbeiter zum Beispiel mit längeren Absenzen. Zudem
überfordert eine Einheitskrankenkasse das Sozialversicherungssystem,
ist Stämpfli überzeugt. Auch Beispiele aus dem Ausland zeigen, dass Verstaatlichungen im
Gesundheitswesen nicht funktionieren, sagt Christophe Reymond,
Direktor des Centre Patronal. Anstatt die Fehler der Nachbarn zu
wiederholen, muss die Schweiz auf die Wachstumsbranche "Gesundheit"
setzen. Das schafft qualifizierte Arbeitsplätze. Die Initiative trifft den Mittelstand und das Gewerbe hart. Das
zeigen Modellrechnungen. Für Edi Engelberger, Präsident
Schweizerischer Gewerbeverband, ist deshalb ein Nein zur
Einheitskrankenkasse wichtig, da ein Systemwechsel unabsehbare
Konsequenzen hat. Engelberger: "Es könnte zu einer neuen
Vermögenssteuer auf Bundesebene kommen. Dies würde die Substanz der
Gewerbetreibenden angreifen, die ihr ganzes Vermögen ins Unternehmen
gesteckt haben." Rückfragen:
Urs Rellstab
Telefon: 044 421 35 44
urs.rellstab@economiesuisse.ch economiesuisse | Schweizerischer Arbeitgeberverband | Centre
Patronal | Schweizerischer Gewerbeverband
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