Medienmitteilung
economiesuisse - Freihandelsabkommen / Die Wirtschaft legt ihre Prioritäten fest
2007-01-23T08:20:00
Zürich (ots) - Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Ländern
ausserhalb der Europäischen Union (EU) sind ein wesentlicher
Bestandteil in der neuen schweizerischen Aussenwirtschaftsstrategie.
Diese beinhaltet neben Handelsliberalisierungen im Rahmen der WTO
auch Marktöffnungen auf bilateraler be¬ziehungsweise regionaler
Ebene. Nachdem die Verhandlungen in der Doha-Runde derzeit sistiert
sind, kommt solchen Abkommen eine umso grössere Bedeutung zu. Bereits jetzt verfügt die Schweiz neben dem wichtigsten
Freihandelsabkommen, nämlich jenem mit der EU und neben den Abkommen
mit den EFTA-Staaten, über ein Netz von 14 Abkommen, die im Rahmen
der EFTA ausgehandelt worden sind. Diese betreffen gewisse Länder
sowohl im europäischen als auch im Mittelmeerraum und in Asien sowie
in Nord- und Südamerika. Nach internen Konsultationen hat economiesuisse die Prioritäten für
weitere Abkommen festgelegt. Dabei stand die wirtschaftliche
Bedeutung des Partnerlandes als auch das Ausmass der aktuellen oder
drohenden Diskriminierungen auf den entsprechenden Märkten im
Vordergrund. Höchste Priorität wird folgenden Ländern
beziehungsweise Ländergruppen beigemessen: China,
Golfkooperationsrat, Hong Kong, Indien, Japan, Kanada, MERCOSUR
(inkl. Brasilien), Russland, Thailand und den USA. Diese Liste
umfasst neben den wichtigsten aussereuropäischen Industrieländern
auch die so genannten BRIC-Länder, die im jüngsten
Aussenwirtschaftsbericht des Bundesrates besonders hervorgehoben
werden. Ziel dieser Abkommen soll es sein, über die Liberalisierungen im
Rahmen der WTO beziehungsweise der Doha-Runde hinaus zu gehen. Im
Vordergrund stehen die Bereiche Warenverkehr, Dienstleistungen,
Investitionen, Handelserleichterungen, geistiges Eigentum. Die
Wirtschaft ist daran interessiert, mit den zuständigen Stellen des
Bundes in dieser wichtigen Angelegenheit eng zusammen zu arbeiten. Rückfragen:
Gregor Kündig
Telefon: +41 44 421 35 35
gregor.kuendig@economiesuisse.ch
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https://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100523219
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