Medienmitteilung
Unfallentwicklung 2006: Positiver Trend hält an Rund 9 Prozent
weniger Unfalltote auf Schweizer Strassen
2007-01-16T11:58:31
Bern (ots) - Gemäss TCS-Erhebungen sank die Zahl der im
Strassenverkehr tödlich Verunfallten im Jahr 2006 auf rund 370, was
im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von zirka 9 Prozent
entspricht. Hält dieser Trend weiter an, kann die von Via Sicura
geforderte Absenkung auf 300 Unfalltote ohne Einführung drastischer
Massnahmen erreicht werden. Der Rückgang der Unfallopfer von 409 im Jahr 2005 auf 370 im Jahr
2006 bestätigt einen europäischen Trend. So betrug der Rückgang in
Frankreich rund 12, in Spanien 9,5 und in Deutschland über 6
Prozent. Nach Auffassung des TCS ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit
auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter: - Sicherheitsbewusstsein: Bei den Verkehrsteilnehmern ist eindeutig
ein höheres Sicherheitsbewusstsein festzustellen. Nationale
Kampagnen (Schulanfang, Gurtenkampagne, 0,5 Promille am Steuer)
haben ihre positive Wirkung nicht verfehlt.
- Fahrzeugsicherheit: Auf diesem Gebiet sind grosse Fortschritte
erzielt worden. So verfügen heutzutage auch Kleinwagen serienmässig
über elektronische Sicherheitssysteme wie ESP und ABS. Ausserdem
sind auf den Schweizer Strassen immer weniger Fahrzeuge ohne Airbag
anzutreffen.
- Strasseninfrastruktur: Für den TCS trägt die Beseitigung von
Unfallschwerpunkten zur Hebung der Verkehrssicherheit bei. Im
letztjährigen TCS-EuroRAP-Strassentest wurden 76 der risikoreichsten
Strassenabschnitte von nationaler Bedeutung untersucht. Der Test
zeigte, dass noch grosser Handlungsbedarf bezüglich der Verbesserung
der Schutzwirkung am Strassenrand besteht. Konkret kann dies u.a.
durch die Installation von Leitplanken und die Abtrennung von
Bahnlinien, Wasserläufen und Felswänden erreicht werden.
Die erfreuliche Entwicklung des Unfallgeschehens lässt sich nicht
mit Einzelmassnahmen allein begründen. So sind in einigen Kantonen
trotz Einführung der 0,5 Promille-Grenze die alkoholbedingten
Unfälle wieder angestiegen. Im Übrigen muss man bis in das Jahr 1929 zurückgehen, um eine
ähnlich tiefe Zahl von 370 Unfalltoten zu finden. Damals
zirkulierten allerdings rund 25 Fahrzeuge pro 1000 Einwohner auf den
Schweizer Strassen, währenddessen heute rund 520 Fahrzeuge auf 1000
Einwohner kommen. Medienkontakt:
Stephan Müller, Mediensprecher TCS, Telefon: 031 380 11 44 Die Meldung befindet sich auch auf dem Presseportal von Newsaktuell:
http://www.presseportal.ch/de/story.htx?firmaid=100000091
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