Medienmitteilung
Pressekonferenz/Aktion: Der Bundesrat soll endlich Nägel mit Köpfen
machen!
2006-11-27T11:30:00
Altdorf (ots) - Über 40000 Bürgerinnen und Bürger verlangen in
einer Volksvernehmlassung der Alpen-Initiative, dass der
Bundesrat in der Verlagerungspolitik endlich Nägel mit Köpfen
macht: Die Zahl der alpenquerenden Lastwagenfahrten muss bis zum
Jahr 2009 auf die vom Gesetz verlangten 650'000 reduziert werden
und bis 2008 die Alpentransitbörse eingeführt sein. Alt-Ständerat
Sergio Salvioni bekräftigt, dass für die Ergreifung der Massnahmen
allein der Bundesrat zuständig ist. Heute hat die Alpen-Initiative rund 40`000 Unterschriften von
Mitgliedern und SympathisantInnen der Bundeskanzlei übergeben. Die
Unterzeichnenden bekräftigen dabei die Hauptforderungen der
Volksvernehmlassung zum Güterverkehrsverlagerungsgesetz (GVVG).
Wir wollen den Bundesrat damit an seine Aufgabe erinnern, sagte
Nationalrat Fabio Pedrina (SP, TI), Präsident der Alpen- Initiative
an der Pressekonferenz. Das GVVG sollte die Verlagerung regeln.
Aber statt griffigen Massnahmen schlägt es eine Verschiebung des
Verlagerungstermins vor, kritisierte Pedrina. Der Volkswille werde
damit einmal mehr missachtet. Falls der Bundesrat weiterhin seine
Verantwortung nicht wahrnimmt, werden wir eine Aufsichtsbeschwerde
einreichen und so eine Parlamentsdebatte über die Arbeit des
Bundesrates und seinen Umgang mit der direkten Demokratie
entfachen. Alt-Ständerat Dr. jur. Sergio Salvioni (FDP, TI) kommt zum gleichen
Schluss wie im Juni bereits Professor Heribert Rausch, Ordinarius
für Öffentliches Recht an der Universität Zürich: Es ist nicht das
Parlament, sondern der Bundesrat, der die Massnahmen zur
Verlagerung des Güterverkehrs auf die Scheine beschliessen muss.
Dies sagt der Alpenschutzartikel der Bundesverfassung klar und
deutlich. Der Text wurde vom Volk und den Kantonen angenommen und
vom Parlament abgesegnet, erläuterte Salvioni an der
Pressekonferenz. Mit der Annahme des Verfassungsartikels wollten
Volk und Kantone also dem Bundesrat den direkten Auftrag erteilen,
die zur Verlagerung nötigen Verordnungen zu erlassen, folgerte
Salvioni. Der Bundesrat habe mit der Annahme der Initiative einen
zwingenden Auftrag erhalten. Jetzt müsse er den politischen Mut
zeigen, die eigene Verantwortung wahrzunehmen und die
Vollzugverordnungen vorbereiten. Bilder honorarfrei ab 14.00 Uhr auf: www.ex-press.ch Gesamte Pressemappe ab 11.30 verfügbar auf:
www.alpeninitiative.ch Für Rückfragen:
Alf Arnold, Geschäftsführer Alpen-Initiative
Telefon +41/41/870'97'81
oder +41/79/711'57'13
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002430/100520447
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