Medienmitteilung
Eidg. Abstimmung - Schweizer Wirtschaft für die Zusammenarbeit mit Osteuropa / Ostzusammenarbeit eine lohnende Investition / Kein Verständnis für parteipolitisch motiviertes Referendum
2006-11-02T10:30:00
Zürich (ots) - Ein Ja zur Ostzusammenarbeit ist für den
Wirtschaftsstandort eine lohnende Investition. Neue
Geschäftsmöglichkeiten werden ermöglicht, der Zugang zum
dynamischsten Wachstumsmarkt Europas erleichtert. Ein Ja am 26.
November festigt den bilateralen Weg der Schweiz. Der damit
verbundene Nutzen übersteigt die Kosten des Erweiterungsbeitrags bei
weitem. Die Spitzen von economiesuisse und Gewerbeverband sowie rund
130 Persönlichkeiten aus der Wirtschaft haben deshalb absolut kein
Verständnis für das parteipolitische Referendum. Darum setzen sie
sich im Komitee der Wirtschaft für die Zusammenarbeit mit
Osteuropa vehement für ein klares Ja ein. Für economiesuisse-Präsident Ueli Forster ist die Ostzusammenarbeit
das ungeeignetste Feld für den finanzpolitischen Zeigefinger: Hier
geht es nicht nur um die Kosten, sondern auch um den Nutzen der
guten Zusammenarbeit mit Europa. Und dieser Nutzen ist um ein
Mehrfaches höher als der mit der EU vereinbarte
Erweiterungsbeitrag. Die Schweizer Europapolitik und damit auch die
Ostzusammenarbeit dürfe nicht reiner Parteipolitik geopfert werden.
Insbesondere weil die Finanzierung ohne zusätzliche Steuerbelastung
und ohne zusätzliche Schulden auskomme. Edi Engelberger spricht sich gegen eine Trennung von
Exportwirtschaft und Binnenwirtschaft aus. Zahlreiche KMU und
Gewerbebetriebe seien ebenfalls im Export tätig. Der Präsident des
Schweizerischen Gewerbeverbandes verweist auch auf Folgeaufträge:
Läuft es der Exportwirtschaft gut, dann profitieren auch vor- und
nachgelagerte Branchen. Ein Nein zur Ostzusammenarbeit sei hingegen
ein unnötiges Risiko. Die voraussehbare Verschlechterung der
Beziehungen bliebe nicht ohne Folgen für Schweizer Unternehmen. Patrick Odier, Vizepräsident economiesuisse erinnert an die
vielfältigen Vorteile der bilateralen Verträge mit der EU. Sein
Fazit: Die erfreuliche Entwicklung unserer Exporte basiert auch auf
den guten Wirtschaftsabkommen mit der EU. Das bestätigt auch Peter Grüschow, Vorstandsausschussmitglied von
Swissmem. Für die Maschinenindustrie ist die EU als Abnehmerin von
zwei Dritteln ihrer Exporte besonders wichtig. Das Wachstum in den
neuen EU-Staaten will auch die Maschinen-, Elektro- und
Metallindustrie nutzen. Der uneingeschränkte Zugang zum erweiterten
Binnenmarkt dürfe daher nicht gefährdet werden. Das grosse Potenzial der neuen EU-Länder weiss die Trüb AG schon
heute zu nutzen. Sie produziert die estnischen ID-Karten und
Führerausweise. Dabei erfolgen Projektleitung, Entwicklung,
Produktion Rohwaren und Finanzierung in der Schweiz. Für CEO
Fernando Dal Zotto ist klar: Der Produktionsstandort Schweiz
profitiert. Rückfragen:
Roberto Colonnello
Telefon: 044 421 35 50
Permalink:

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