Medienmitteilung
economiesuisse - Post: Optimierungspotenzial im Kundeninteresse nutzen / Flexibles Agenturennetz mit längeren Öffnungszeiten ist starren Poststellen vorzuziehen
2006-10-31T11:15:00
Zürich (ots) - Für economiesuisse ist das Projekt Ymago der
Schweizerischen Post noch zu zaghaft. Zwar stimmt die Richtung der
Post zur Weiterentwicklung eines flächendeckenden Poststellennetzes,
doch im internationalen Vergleich fallen die Vorschläge der
Schweizerischen Post äusserst vorsichtig und sehr bescheiden aus. Im Grundsatz begrüsst economiesuisse die Stossrichtung der
Vorschläge des Projekts Ymago. So wurde erkannt, dass die
flächendeckende postalische Grundversorgung nicht zwingend durch
teure und unausgelastete Poststellen sicherzustellen ist. Wegen dem
Monopol müssen letztlich die Kunden die hohen Kosten von leeren
Poststellen tragen. Es gibt kostengünstigere und kundennähere
Alternativen. Das Projekt Ymago will bei Poststellen den Anteil der Agenturen auf
ca. 10% erhöhen. economiesuisse hält einen Agenturenanteil von 50%
an Poststellen für möglich. So kann landesweit eine flexiblere und
dichtere Präsenz von postalischen Leistungen gewährleistet werden.
In vergleichbaren europäischen Ländern sind Agenturanteile an
Poststellen von 60 bis 90% gängige Praxis, ohne Gefährdung der
Grundversorgung. Im Gegenteil wirkt sich ein hoher Anteil an
Agenturen wenn richtig ausgestaltet äusserst positiv aus: In
Agglomerationsquartieren wie auch in Randregionen erhalten lokale
Gewerbetreibende neue Kundenströme bzw. können die bestehenden
besser sichern; Kunden profitieren von attraktiveren Öffnungszeiten
und einem dichteren Netz; die Schweizerische Post kann ihre Präsenz
bei der Kundschaft flexibler gestalten, auf Kundenströme rascher
reagieren und Fixkosten mit anderen Partner teilen.
Leistungsstandards sind dabei selbstverständlich einzuhalten. Es wäre unverständlich, wenn sich die Gewerkschaften dieser
Diskussion verschliessen würden. Die vorgeschlagenen Änderungen
entsprechen einem international vertretbaren Trend, dem
technologischen Wandel sowie dem veränderten Kundenverhalten. Ohne
die notwendigen Korrekturen müssen die Kunden die Kosten durch
überhöhte Monopoltarife beim Briefverkehr weiterhin tragen. Rückfragen:
Pascal Gentinetta
Telefon: 044 421 35 12
pascal.gentinetta@economiesuisse.ch
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100518593
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