Medienmitteilung
Gewaltprävention: SBB spannt mit SRK zusammen
2006-10-05T09:15:38
Bern (ots) - Die SBB setzt auf die Experten für
Konfliktbearbeitung des SRK. Diese werden in Zukunft die
Freiwilligen des «RailFair»-Programms, die in Zügen, Bussen und an
Bahnhöfen zur Gewaltprävention eingesetzt werden, schulen. Im Rahmen
eines nationalen Beschäftigungsprogramms werden junge Stellenlose
als Präventions- Assistenten ausgebildet. Unter dem Label RailFair hat die SBB Präventionsmassnahmen
eingeleitet, um das Wohlbefinden und die Sicherheit ihrer Fahrgäste
zu steigern. Zur Unterstützung der SBB-Mitarbeitenden begleiten 15-
bis 20-jährige Schülerinnen und Schüler in öffentlichen
Verkehrsmitteln ihre Mitschüler. Zusätzlich übernehmen Bahnhof-
Patinnen und Bahnhof-Paten Aufsichtsfunktionen an Bahnhöfen. Die Rotkreuz-Kantonalverbände (RK-KV) wurden damit beauftragt,
diese Freiwilligen in Konfliktbearbeitung zu schulen. In einem
dreitägigen Kurs bringen sie ihnen insbesondere bei, wie sich eine
Eskalation von heiklen Situationen verhindern lässt. Gemäss dem
Vertrag, der zwischen der SBB und den RK-KV abgeschlossen wurde,
sollen jährlich fünf bis zehn Kurse an verschiedenen Orten in der
Schweiz durchgeführt werden. In den Kantonen Aargau, Basel-
Landschaft, Bern und Zürich wurden vom SRK bereits erfolgreiche
Pilot-Kurse erteilt. Mit dieser Partnerschaft leisten die RK-KV einen Beitrag zur
Gewaltprävention. Dabei stellt das SRK der SBB seine grosse
Erfahrung im Bereich der konstruktiver Konfliktbearbeitung zur
Verfügung. Bereits seit 1999 bietet es unter der Bezeichnung chili
Trainings zu diesem Thema an. Jedes Jahr nehmen rund 2700 Personen,
hauptsächlich Schülerinnen und Schüler, an diesen Kursen teil. Nationales Beschäftigungsprogramm Zum RailFair-Programm gehören zusätzlich Präventions-
Assistenten, die bei der SBB als grands frères im Einsatz sind.
Diese werden bei unangemessenen Verhaltensweisen in Regionalzügen
aktiv. In Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft
(Seco) führen das SRK und die SBB ein Projekt durch, in dessen
Rahmen die Präventions-Assistenten in Konfliktbearbeitung geschult
werden. In den Kantonen Freiburg, Genf, St. Gallen, Tessin und Waadt
wurden Pilot-Kurse veranstaltet, die zu einer überzeugenden
Schlussbilanz führten. Die Verträge zwischen dem Seco, dem SRK und
der SBB sollen noch vor Ende dieses Jahres unterzeichnet werden. Bei den Präventions-Assistenten handelt es sich um stellenlose
junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren, die an einem vom Seco
finanzierten Beschäftigungsprogramm teilnehmen. Nachdem sie acht
Kurstage absolviert haben, von denen sechs unter der Leitung des SRK
stehen, arbeiten sie während drei bis sechs Monaten in diesem
Programm. In diesem Zeitraum werden sie von den RK-KV bei der
Stellensuche unterstützt. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Kurt Sutter,
Zentralsekretär, Nationales Sekretariat der Rotkreuz-
Kantonalverbände, 031 387 72 47 oder 079 286 85 58, www.redcross.ch,
www.chili-srk.ch.
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002289/100517157
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