Medienmitteilung
Alpen-Initiative verlangt ultimativ die Einhaltung des
Verlagerungsziels
2006-09-30T10:32:42
Altdorf (ots) - Die Alpen-Initiative kann sich mit keiner der
vom
Bundesrat in die Vernehmlassung geschickten Varianten der
Verlagerungspolitik einverstanden erklären, weil sie alle den
Volksauftrag im Alpenschutzartikel nicht ernst nehmen. Der
Bundesrat
hat seit 12 Jahren Auftrag und Kompetenz, die
Verlagerungsmassnahmen
zu treffen. Das Parlament muss nur die Ausnahmen beschliessen, was
es mit der Definition des Verlagerungsziels schon 1999 getan hat.
Wenn der Bundesrat nicht bereit ist, diesen Weg zu gehen, dann hat
das Volk das Anrecht, über eine Anpassung des Verlagerungsauftrags
in einer Verfassungsabstimmung zu befinden. Andernfalls wird die
direkte Demokratie zur Farce und die Bundesverfassung zur
Makulatur.
Die Alpen-Initiative erwägt eine Aufsichtsbeschwerde, falls der
Bundesrat weiterhin untätig bleibt. Nach Meinung der Urheber des Alpenschutzartikels gibt es keinen
sachlichen Grund, die Verlagerung an die Fertigstellung des
Gotthard-Basistunnels zu binden. Der Produktivitätseffekt der NEAT
und damit ihre Verlagerungswirkung ist bezogen auf die lange
Laufstrecke der alpenquerenden Güterzüge zwar eine Hilfe, aber
insbesondere bei Einführung einer Alpentransitbörse - nicht
entscheidend. Die Reduktion der Produktionskosten bewegt sich im
einstelligen Prozentbereich. Selbst die Durchsetzung der geltenden
Vorschriften im Strassentransport hätte mehr Verlagerungswirkung. Vorläufig reichen mit Eröffnung der NEAT am Lötschberg die
Schienenkapazitäten auf den Nord-Südachsen für die Verlagerung aus.
Die mittelfristig zu erwartenden Engpässe im Schienennetz liegen
ausserhalb des NEAT-Perimeters auf den Zulaufstrecken. Damit diese
rechtzeitig ausgebaut werden können, sind finanzielle Mittel bereit
zu stellen. Die im laufenden Zahlungsrahmen für den
Eisenbahngüterverkehr nicht beanspruchten Mittel müssen diesem
Zwecke zur Verfügung gestellt werden können, und auch der geplante
neue Zahlungsrahmen soll eine solche Geldverwendung zulassen. Altdorf, 30.9.06 Alpen-Initiative
Für Rückfragen:
Alf Arnold, Geschäftsführer
Telefon +41/41/870'97'85
oder +41/79/711'57'13
Fabio Pedrina, Präsident, +41/79/249 29 42
Weiter Infos: www.alpeninitiative.ch
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