Medienmitteilung
economiesuisse - Teure Postmonopolrente zulasten der Kunden
2006-06-30T10:45:00
Zürich (ots) - PostReg-Bericht zeigt: Marktöffnung erhöht Qualität und schafft
Arbeitsplätze auch in Randregionen Gestützt auf die Schlussfolgerungen der Regulationsbehörde (PostReg)
fordert economiesuisse für das Jahr 2007 eine Senkung der
Monopolgrenze im Briefbereich auf 50 Gramm. Der Bundesrat hat die
Kompetenz, diesen moderaten Schritt selbst zu beschliessen. Parallel
dazu ist der gesetzgeberische Prozess für eine komplette
Marktöffnung und für die Befreiung der Schweizerischen Post von den
politischen Fesseln zu beschleunigen. Der Postreg-Bericht zeigt, dass die Schweizer Kunden dank den
bisherigen Öffnungsschritten im Paketbereich von besseren
Dienstleistungen und einer Marktbelebung profitieren konnten.
Hingegen müssen sie im Briefbereich (Sendungen bis 20 g) wegen der
umfassenden Monopolrente beinahe die höchsten Preise Europas
erleiden. Nur der Druck eines verzerrungsfreien Wettbewerbs könnte
die aktuellen überhöhten Monopolpreise endlich im Interesse der
Kundschaft senken und das Preis-Leistungsverhältnis weiter
verbessern. Der glänzende regulatorische Ausweis der PostReg für den
Universaldienst zeigt zudem, dass die Ängste um die Finanzierung
völlig unbegründet sind. Die umfasssende Briefmonopolrente trägt
massgeblich zur Überfinanzierung des Universaldienstes bei. Dabei
wird einmal mehr die seltsame buchhalterische Praxis zum sog.
Infrastrukturbeitrag des Poststellennetzes ersichtlich: Deren
Kosten werden einseitig und ungerechtfertigt dem Monopolbereich
angelastet; dies verhindert eine gerechte Kostenverteilung auf alle
Bereiche und öffnet Tür und Tor zu Quersubventionierungen. Die
Plausibilisierungsrechnung von economiesuisse zur finanziellen
Tragbarkeit der Marktöffnung wird damit mehr als bestätigt. Auch die Sorgen um die Arbeitsplätze werden laut dem PostReg-Bericht
von den bisherigen Erfahrungen nicht bestätigt. Im Gegenteil: Nicht
nur baut die Schweizerische Post in neuen Geschäftsfeldern viele
Stellen aus; die Marktöffnung ermöglicht zudem die Schaffung
zahlreicher neuer Arbeitsplätze bei den Konkurrenten der Post.
Insgesamt ist seit der Postmarktöffnung eine positive
Arbeitsplatzentwicklung insbesondere auch in den Randregionen und
in ländlichen Agglomerationen zu beobachten. Rückfragen:
Pascal Gentinetta
Telefon: 044 421 35 12
pascal.gentinetta@economiesuisse.ch
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100512180
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