Medienmitteilung
economiesuisse - Weichenstellung für die Sanierung der Bundesfinanzen / Parlament unterstützt Ausgabendisziplin entlang der Teuerung
2006-06-21T12:30:00
Zürich (ots) - economiesuisse begrüsst den heutigen Entscheid des
Nationalrats, die Motion Lauri betreffend die Konkretisierung
finanzpolitisch wichtiger Strukturreformen anzunehmen. Die von
beiden Kammern des Parlaments nun verbindlich überreichte Motion
sieht vor, dass sich die Ausgabenentwicklung des Bundes unter
Berücksichtigung der Konjunktur möglichst an der Teuerung
orientiert. Damit setzt das Parlament seine bewährte Ausgabenpolitik
fort und stärkt den Bundesrat in seinen Bemühungen, die
Bundesfinanzen im Rahmen der angekündigten Aufgabenüberprüfung
nachhaltig zu sanieren. Es wird nun vom Bundesrat erwartet, dass er
auch aufzeigt, wie sich die Teuerungsvorgabe realisieren lässt. Seit der Publikation des Ausgabenkonzepts im Jahr 2002, welches
einen Katalog von rund 300 Sanierungsmassnahmen sowie entsprechende
Strukturreformen vorschlägt, setzt sich economiesuisse konsequent
im Interesse der Steuerzahler für eine Abkehr von den
finanzpolitischen Abwegen der neunziger Jahre ein. Mit der Umsetzung
der beiden Entlastungsprogramme 2003 und 2004 konnte ein erster
erfolgreicher Sanierungsschritt getan werden: Die damals drohende
Ausgabenaufblähung konnte um 5 Milliarden Franken bis ins Jahr 2008
eingedämmt und auf den Pfad der Teuerung zurückgebracht werden.
Längerfristig sind aber die Perspektiven sehr besorgniserregend. Ohne Gegenmassnahmen in Form von tief greifenden Strukturreformen
drohen die Ausgaben gemäss Projektionen des Bundesrates ins Uferlose
zu wachsen: Nur schon bis 2015 werden Mehrausgaben von zirka 25
Milliarden Franken gemutmasst. Grund dafür ist die Kostenexplosion
im Sozialbereich, die früher oder später andere wichtige
Aufgabenbereiche des Bundes wie die Bildung, den Verkehr, die
Landwirtschaft oder die Umwelt verdrängen wird. Damit keine
zusätzlichen Lasten für heutige und künftige Generationen in Form
von Schulden oder Steuererhöhungen entstehen, ist letztlich einzig
ein Ausgabenzuwachs entlang der Teuerung nachhaltig und gerecht. Rückfragen:
Pascal Gentinetta, economiesuisse
Telefon: 044 421 35 12
pascal.gentinetta@economiesuisse.ch
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100511562
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