Medienmitteilung
economiesuisse-Greifbare MWST-Vereinfachungen vorrangig
2006-05-16T11:45:00
Zürich (ots) - Schlussbericht Spori schafft Transparenz und zeigt Lösungsansätze Für economiesuisse schafft der Bericht des MWST-Beauftragten
Klarheit über den Reformbedarf bei der MWST. Es braucht eine
Totalrevision des MWST-Gesetzes, die sowohl systematische als auch
punktuelle Verbesserungen bringt. Die Stossrichtung der Vorschläge
wird weitgehend unterstützt. In gewissen Bereichen würde
economiesuisse einen noch mutigeren Ansatz wünschen. Zum Beispiel
würde eine konsequentere Eliminierung der Taxe Occulte aus Sicht der
Steuerpflichtigen noch stärker zur Vereinfachung des MWST-Regelwerks
beim Vorsteuerabzug beitragen. economiesuisse begrüsst auch das vorgeschlagene modulare
Reformvorgehen. Dringenden und eher technischen Reformbedürfnissen
muss dabei der Vorrang gegeben werden. Der Bericht nennt als
Beispiele Verbesserungen bei der Saldosteuersatzmethode und im
Bereich der Nicht-Umsätze die Öffnung der Stellvertretungsregelung
oder die Beschränkung der Mithaftung bei der Gruppenbesteuerung. Im
Weiteren gibt es kurzfristigen Reformbedarf beim Verzugszinssatz
oder bei der Verjährungsfrist. Von Bundesrat und Eidg.
Steuerverwaltung wird die Ausarbeitung einer Vorlage auf dieser
Basis erwartet. Rasch umsetzbare Massnahmen dürfen wegen des
Zeitbedarfs der politisch anspruchsvolleren Reformaspekte nicht auf
die lange Bank geschoben werden. Neben den gesetzlichen Reformaspekten braucht es weiterhin auch
zahlreiche Verbesserungen im Bereich der Praxis. Das Instrument des
gemischten MWST-Konsultativgremiums zur Schaffung einer einfach
umsetzbaren Mehrwertsteuer ist diesbezüglich durch die Eidg.
Steuerverwaltung noch verstärkt zu nutzen. Insgesamt zeigt der Bericht die Problemfelder der Schweizer
Mehrwertsteuer auf, er schafft Transparenz und bietet konkrete
Lösungsansätze. Darin liegt sein Verdienst. So wird endlich
offiziell anerkannt, dass der im internationalen Vergleich tiefe
Mehrwertsteuersatz zum grossen Teil durch die unecht befreiten
Branchen der Banken, Versicherungen, Immobilien, etc. (Taxe-occulte-
Effekt) quersubventioniert wird. Auch auf die teilweise fiskalische
Kollision der MWST mit der Stempelabgabe wird hingewiesen.
Unbegründete Vorsteuerkürzungen für Spenden, Kapitaleinlagen,
Dividenden und andere Transfers, die keine Umsätze darstellen und
darum ausserhalb der MWST liegen, werden richtigerweise als
systemwidrig bezeichnet. Schritte gegen den Formalismus, Massnahmen
für KMU sowie Verbesserungen beim Rechtsschutz werden zu Recht
gefordert. Rückfragen:
Frank Marty, economiesuisse
Telefon: 044 421 35 84
frank.marty@economiesuisse.ch
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100509638
|
|