Medienmitteilung
Reaktion auf die heutige Medienkonferenz des UVEK
2006-02-24T12:17:37
Altdorf (ots) - Die Alpen-Initiative ist erfreut über die
Entwicklung des Alpentransitverkehrs. Die Verlagerung läuft aber
noch viel zu langsam. Eine Verschiebung des Verlagerungstermins kommt für uns nicht in
Frage. Wir haben mit einem dreistufigen Vorgehen aufgezeigt, dass
der Bundesrat unter Ausnutzung seiner Verordnungskompetenz gemäss
Alpenschutzartikel die Vorgabe des Parlaments (2009) einhalten kann.
Zentrale Elemente sind kurzfristig die Verschärfung des
Dosiersystems und 2008 die Einführung einer Alpentransitbörse auf
dem Verordnungsweg. Die Vorbereitungsarbeit muss sofort an die Hand
genommen werden. Wenn die Weiterführung der Subventionierung des Bahnbetriebs das
einzige Verlagerungsinstrument bleiben soll, so verlangen wir
jährlich mindestens 500 Mio. Franken. Aber es gibt eine valable
Alternative: Vernünftiger und für die Bundesfinanzen schonender wäre
die Einführung der Alpentransitbörse ab 2008 auf dem Verordnungsweg.
Die Vorbereitungsarbeit muss sofort an die Hand genommen werden. Wir
erwarten, dass in diesem Zusammenhang auch Finanzminister Merz und
Verfassungsminister Blocher Ihre grosse Verantwortung wahrnehmen. Wird die Verlagerung entgegen den Versprechungen vor der Abstimmung
über die Bilateralen im Jahr 2000 auf die lange Bank geschoben, so
hat dies einen massiven Glaubwürdigkeitsverlust auch für die
bundesrätliche Europapolitik zur Folge. Diesen Schaden zu vermeiden,
müsste auch das Interesse der Aussenministerin sein. Die Alpen-Initiative wird weiterhin hartnäckig kämpfen, damit der
vom Volk abgesegnete Verlagerungstermin 2009 nicht nochmals um
weitere 10 oder mehr Jahre hinausgeschoben wird. Der
Verfassungsauftrag darf nicht von Bundesrat oder Parlament sabotiert
werden.
Für Rückfragen:
· Alf Arnold, Geschäftsführer, 079 711 57 13
· Fabio Pedrina, Präsident, 079 249 29 42
www.alpeninitiative.ch
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