Medienmitteilung
Schweizerischer Baupreisindex im Oktober 2005
Preissteigerung im Baugewerbe, insbesondere im Tiefbau
2005-12-19T09:15:00
(ots) - Schweizerischer Baupreisindex im Oktober 2005 Preissteigerung im Baugewerbe, insbesondere im Tiefbau Die Baupreise sind im Halbjahr zwischen April und Oktober 2005
erneut angestiegen (+1,3%). Dies besagt der vom Bundesamt für
Statistik (BFS) berechnete Baupreisindex. Die Steigerung ist stärker
ausgefallen als sechs Monate zuvor und ist hauptsächlich auf die
deutliche Preiserhöhung im Tiefbau zurückzuführen (+2,6%); im
Hochbau ergab sich hingegen ein Plus von lediglich 0,9 Prozent. Für
diese Entwicklung dürfte die Preiserhöhung im Bereich der
Erdölprodukte im zweiten Halbjahr eine entscheidende Rolle gespielt
haben. Zwischen Oktober 2004 und Oktober 2005 ist das Preisniveau im
gesamten Baugewerbe um 1,9 Prozent gestiegen (Hochbau +1,9%; Tiefbau
+2,1%). Preissteigerung im Hochbau geringer als im Tiefbau Im Hochbau (d.h.
Neubau von Bürogebäuden und Mehrfamilienhäusern sowie Renovation von
Mehrfamilienhäusern) sind die Preise zwischen April und Oktober 2005
insgesamt um 0,9 Prozent angestiegen. Die deutlichsten
durchschnittlichen Steigerungen waren in den verschiedenen Gruppen
des Typs Baugrube sowie Erdarbeiten zu verzeichnen:
Vorbereitungsarbeiten +4,9 Prozent, Gebäudearbeiten +2,9 Prozent und
Umgebungsarbeiten +4,1 Prozent. Die Baunebenkosten sind hingegen
gesunken; sowohl die Gruppe Versicherungen (durchschnittlich -0,2%)
als auch die Gruppe Finanzierung ab Baubeginn (durchschnittlich
-4,3%) verzeichneten einen Preisrückgang. Nach der leichten
Abschwächung im vorangegangenen Halbjahr legten die Preise im
Tiefbau (Neubau von Strassen und von Unterführungen) zwischen April
und Oktober 2005 wieder deutlich zu (+2,6%). Zu dieser Wende haben
praktisch alle Positionen, insbesondere aber jene der Erdarbeiten
(Neubau von Strassen +3,9% und Neubau von Unterführungen +4,0%)
beigetragen. Preisentwicklung in den Grossregionen Im Hochbau
verzeichneten sämtliche Grossregionen einen Anstieg der Baupreise
gegenüber dem vorangehenden Halbjahr (Minimum von +0,1% im Tessin,
Maximum von +1,8% in der Zentralschweiz). Auch im Jahresvergleich
notierten sämtliche Grossregionen eine Preiserhöhung (Minimum von
+1,1% im Espace Mittelland und in der Zentralschweiz; Maximum von
+3,1% in der Genferseeregion). Im längerfristigen Rückblick (bis
1998) fallen die Genferseeregion und das Tessin mit deutlich
überdurchschnittlichen Preissteigerungen auf, während der Espace
Mittelland und die Ostschweiz das gesamtschweizerische Mittel
praktisch egalisieren und schliesslich die Zentralschweiz, die
Nordwestschweiz und Zürich darunter liegen. Im Tiefbau verzeichneten
zwar sämtliche Grossregionen Preissteigerungen, jedoch fielen diese
äusserst unterschiedlich aus. Die Bandbreite erstreckt sich von +0,3
Prozent im Tessin bis hin zu +5,3 Prozent in der Nordwestschweiz. Im
Jahresvergleich notierten sämtliche Grossregionen ausser dem Tessin
(-0,5%) Preiszunahmen (Minimum von +1,0% in der Zentralschweiz,
Maximum von +4,4% in Zürich). In der längerfristigen Rückschau (ab
1998) ist im Tiefbau grundsätzlich dieselbe Verteilung zu beobachten
wie im Hochbau, dies jedoch mit grösseren Differenzen zwischen den
einzelnen Regionen. Das Tessin, die Genferseeregion sowie der Espace
Mittelland weisen eine überdurchschnittliche Preissteigerung auf.
Dabei liegt das Tessin weit über dem Mittelwert; gefolgt wird es von
der Genferseeregion und vom Espace Mittelland. Bei der
Genferseeregion ist zu bemerken, dass sie hier (im Gegensatz zum
Hochbau) recht nahe beim gesamtschweizerischen Wert liegt.
Demgegenüber liegen die Nordwestschweiz und in leicht geringerem
Mass auch Zürich deutlich unter dem gesamtschweizerischen
Durchschnitt. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft:
Yves Guillod, BFS, Sektion Preise, Tel.: 032 713 61 45
Eduard Schirach, BFS, Sektion Preise, Tel.: 032 713 61 71
Neuerscheinung:
Schweizerischer Baupreisindex, Oktober 1998 = 100. Kommentierte
Ergebnisse und Tabellen. Oktober 2005, Statistik der Schweiz,
Neuchâtel 2005, Bestellnummer: 346-0501. Preis: Fr. 15.-- (ab Anfang
2006 verfügbar) Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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