Medienmitteilung
Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären Sektor im 3. Quartal 2005
2005-12-16T09:15:00
(ots) - Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor im 3. Quartal 2005 Schweizer Industrie bleibt auf Kurs Die Unternehmen im industriellen Sektor wiesen auch im 3. Quartal
2005 eine positive Bilanz auf. Alle Indikatoren erhöhten sich und
bestätigten damit die verbesserte Konjunkturlage. Im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahresquartal stiegen die Produktion um 2,8
Prozent und der Umsatz um 3,8 Prozent. Sowohl die Auftragseingänge
(+5,7%) als auch die Auftragsbestände (+5,6%) legten zu. Ausserdem
stockten die Unternehmen die Fertigwarenlager um 2,8 Prozent auf.
Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der quartalsweise
durchgeführten Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) über den
Geschäftsgang in der Schweizer Industrie. Produktionszunahme Die
Schweizer Industrie hat ihre Produktion (ohne Baugewerbe) im dritten
Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,8 Prozent
ausgebaut. Die saisonbereinigten Produktionszahlen blieben im
Vergleich zum letzten Quartal nahezu unverändert (-0,1%). Neben den
schon seit längerem hohen Zuwachsraten bei den Gebrauchsgütern
zeigen nun auch die Verbrauchsgüter ansteigende Produktionswerte.
Die innert Jahresfrist am deutlichsten wachsenden Industriezweige
waren der Bereich Kokerei, Mineralölverarbeitung, nukleare
Brennstoffe, die chemische Industrie, die Herstellung sonstiger
nichtmetallischer Produkte, das sonstige verarbeitende Gewerbe und
die Branche Herstellung von elektrischen Geräten, Feinmechanik und
Optik. Der Fahrzeugbau, die Energie- und Wasserversorgung sowie die
Gewinnung von Steinen und Erden waren mit den grössten Einbussen
konfrontiert. Steigende Umsätze Mit 3,8 Prozent (+4,1% mit dem
Baugewerbe) hat der Umsatz weiter zugenommen. Die Gebrauchsgüter
leisteten einen wesentlichen Beitrag zu diesem Ergebnis. Den weitaus
höchsten Umsatzzuwachs meldete die Branche Kokerei,
Mineralölverarbeitung, nukleare Brennstoffe, wobei sich der grösste
Teil davon mit Preiserhöhungen erklären lässt. Ihr folgten die
Branche Herstellung sonstiger nichtmetallischer Produkte und die
chemische Industrie. Die grössten Verluste erlitten der Fahrzeugbau,
die Energie- und Wasserversorgung sowie die Metallverarbeitung.
Zunehmende Auftragseingänge Die Auftragseingänge stiegen mit 5,7
Prozent (+6,3% unter Einbezug des Baugewerbes) im Vergleich zum
Vorjahresergebnis wiederum deutlich an. Dabei verzeichneten die
Gebrauchsgüter insbesondere deren Auftragseingänge aus dem Ausland
die grösste Wachstumsrate. Die besten Ergebnisse nach Branchen
erzielten die Lederwaren- und Schuhindustrie, der Fahrzeugbau und
die Branche Herstellung von elektrischen Geräten, Feinmechanik und
Optik. Nur die Branchen Metallverarbeitung sowie die Gewinnung von
Steinen und Erden meldeten leichte Rückgänge. Höhere
Arbeitsreserven Die Auftragsbestände nahmen um 5,6 Prozent (+5,4%
mit dem Baugewerbes) zu. Die Branchen, in denen die Unternehmen
Aufstockungen von mehr als zehn Prozentpunkten vornahmen, sind der
Fahrzeugbau, das sonstige verarbeitende Gewerbe, die Branche
Herstellung sonstiger nichtmetallischer Produkte und die Branche
Herstellung von elektrischen Geräten, Feinmechanik und Optik.
Einzig das Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe sowie die
Metallverarbeitung verkleinerten ihre Bestände. Lageraufstockungen
Gegenüber dem Vorjahresquartal erhöhten sich die Fertigwarenlager um
2,8 Prozent. Einen überdurchschnittlichen Anstieg registrierten die
Verarbeitung von Holz (ohne Möbel), die Textil- und
Bekleidungsindustrie sowie die Branche Herstellung von elektrischen
Geräten, Feinmechanik und Optik. Die höchsten Minusraten fanden
sich in der Lederwaren- und Schuhindustrie, im sonstigen
verarbeitenden Gewerbe und in der Gewinnung von Steinen und Erden.
Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes bilden den
konjunkturellen Verlauf im sekundären Sektor ab. Sie basieren auf
der internationalen Normen entsprechenden Allgemeinen Systematik
der Wirtschaftszweige (NOGA) aus dem Jahr 1995, welche die Betriebe
aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit den verschiedenen
Wirtschaftszweigen zuordnet. Basis der Indizes (Index = 100) ist der
Jahresdurchschnitt 1995. Die Daten zur Berechnung der Indizes werden
anhand einer repräsentativen Stichprobe bei Unternehmen mit
mindestens fünf Vollzeitbeschäftigten erhoben. Veröffentlicht werden
die Ergebnisse im Quartalsrhythmus, und zwar jeweils auf einer
Aggregationsstufe, auf der die Aussagekraft der Indizes ausreichend
ist und die gleichzeitig dem Datenschutz angemessen Rechnung trägt.
Die Zeitreihen basieren auf dem Gewichtungsschema von 1993 und
lehnen sich an die alten Reihen an; letztere sind anders aufgebaut,
weniger zahlreich und nur stärker aggregiert vorhanden. Damit
saisonal bedingte Schwankungen weitgehend aus der Datenanalyse
ausgeschlossen werden können, wird die Untersuchung auf der
Grundlage des entsprechenden Vorjahresquartals angestellt. Für die
Produktionsreihen liegen auch saisonbereinigte Zahlen vor. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft: Markus Beckstein, BFS, Sektion Konjunkturerhebungen, Tel.:
032 713 64 34 Luu Nguyen, BFS, Sektion Konjunkturerhebungen, Tel.:
032 713 61 47 Neuerscheinung: Bundesamt für Statistik: Der
Geschäftsgang im sekundären Sektor. Die Produktions-, Auftrags-,
Umsatz- und Lagerindizes im 3. Quartal 2005, Neuchâtel 2005.,
Bestellnummer: 039-0503. Preis: Fr. 6.-- Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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