Medienmitteilung
economiesuisse - Kunden zahlten für Grundversorgung zuviel
Späte Einsicht der Post und Tragbarkeit der vollständigen Briefmarktöffnung
2005-12-15T13:00:00
Zürich (ots) - economiesuisse nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis,
dass die Schweizerische Post endlich den regulationskonformen
Berechnungsansatz zur Gewinnermittlung des Universaldiensts
akzeptiert. Damit wird anerkannt, dass der Grundversorgungsauftrag
der Post vorab dank dem Monopolschutz zulasten der Kunden
deutlich überfinanziert ist. Die Wirtschaft vermutet sogar
weitergehende Quersubventionierungen, vor allem in Verbindung mit
der Verteilung des sog. Infrastrukturbeitrags des
Poststellennetzes. Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass vor drei Wochen die
Schweizerische Post weitere Tariferhöhungen im Universaldienst
angekündigt hat und der Preisüberwacher diese zugelassen hat. Diese
Preiserhöhungen sind umso störender als mangels hinreichender
Briefmarktöffnung das Entstehen einer echten Konkurrenz kaum zu
erwarten ist. Die Schweizerische Post nutzt ihre faktische
Monopolstellung aus. Die Wirtschaft fordert Preissenkungen und eine
komplette Postmarktöffnung. Der heutige Briefmonopolschutz geht
zulasten der Kunden, weil er den Konkurrenzdruck für mehr
Wahlmöglichkeiten und für tiefere Preise verhindert. Zudem sollte
die heutige Postregulationsbehörde institutionell unabhängig werden,
damit ihre Stellung gestärkt und damit allfällige Druckversuche des
mächtigen Postmonopolisten beendet werden. Rückfragen:
Pascal Gentinetta, economiesuisse, 044 421 35 35
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100501854
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