Medienmitteilung
World Vision Schweiz spricht 150'000 Franken für Erdbebenopfer in Pakistan - Verteilung von Hilfsgütern hat begonnen
2005-10-10T15:33:54
Dübendorf (ots) - World Vision versorgt im Nordwesten Pakistans
die Opfer des Erdbebens vom Samstag. Heute hat die internationale
Hilfsorganisation mit der Verteilung von Decken, Zelten und
Medikamenten begonnen. Zudem betreut World Vision insbesondere die
betroffenen Kinder und richtet dazu speziell geschützte Orte ein.
World Vision Schweiz stellt für die Not- und Soforthilfe 150'000
Franken bereit. Die Grenzprovinz im Nordwesten Pakistans mit dem Distrikt
Mansehra ist am stärksten vom Erdbeben betroffen. Mindestens 10'000
Personen kamen allein in dieser Region ums Leben. Unter der Führung
von World Vision hat ein Erkundungsteam von mehreren
Hilfsorganisationen das Krisengebiet besucht. Igaz Ahmed, der Leiter
des Teams ist erschüttert: Ich kann den Schmerz kaum mit Worten
beschreiben. So viele Kinder werden vermisst und tausende Eltern
stehen unter Schock, weil sie nicht wissen, ob ihre Kinder das
Erdbeben überlebt haben. Als erste Soforthilfe verteilt World Vision ab heute je 1000
Zelte und Decken sowie Medikamente und Wassercontainer. Ausserdem
werden 2000 Leichentücher zur Verfügung gestellt. Eine zweite Ladung
Hilfsgüter erreicht morgen Abend die Krisenregion. World Vision kümmert sich insbesondere um die betroffenen Kinder
und richtet deshalb speziell geschützte Orte ein. In diesen
Kindertreffs werden traumatisierte Kinder altersgerecht betreut. Hilfe aus der Schweiz Für die Soforthilfe hat World Vision Schweiz 150'000 Franken
gesprochen. Die Verteilung der Güter wird durch das World Vision
Büro in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad in Zusammenarbeit
mit lokalen Partnern koordiniert. Dank der weltweiten Präsenz
können wir rasch und unbürokratisch helfen, betont Urs Winkler, CEO
von World Vision Schweiz. Wir greifen ein und lindern so die
offensichtliche Not von vielen betroffen Familien. Die Nothilfe im
Nordwesten Pakistans hat eben erst begonnen. World Vision ist
deshalb dringend auf Spenden für Sofortmassnahmen sowie den
anschliessenden Wiederaufbau angewiesen. World Vision: PC-Konto 80-142-0, Vermerk Erdbeben in Pakistan Traurig, dass so viele Schüler sterben mussten Die Genferin Suzanne Wavre ist für die Nothilfe von World Vision
in Pakistan verantwortlich. Im Interview schildert sie ihre
Eindrücke und erklärt, welche Einsätze die Hilfsorganisation
unmittelbar nach dem schweren Erdbeben leistet. Suzanne Wavre, was sagen Sie zum Ausmass des Erdbebens in
Pakistan? Leider ist es schlimmer als befürchtet. Es gibt Zehntausende von
Toten und Verletzten. Die am schlimmsten betroffenen Regionen sind
sehr gebirgig. Zahlreiche Häuser waren an steilen Hängen gebaut und
wurden durch die ausgelösten Erdrutsche mitgerissen. Erschwerend
kommt hinzu, dass viele der zerstörten Dörfer schwer zugänglich
sind. Können Sie uns ein Beispiel der verheerenden Tragödie nennen? Nun, es stimmt mich sehr traurig, dass beispielsweise in der
Stadt Mansehra so viele Schüler sterben mussten. In einer Schule
kamen sämtliche 350 Schüler um, bei einer anderen waren es 106. In
vielen Schulen hatte der Unterricht gerade begonnen, als das
Erdbeben ausgelöst wurde. Welche erste Nothilfe-Massnahmen leistet World Vision vor Ort? Gestern reiste ein Erkundungsteam in die Nord-West-Provinz und
den Distrikt Mansehra, wo World Vision schon vor dem Erdbeben tätig
war. Nach den ersten Bedarfsermittlungen haben wir vor Ort
Hilfsgüter wie Wolldecken und Zelte eingekauft. Die Verteilung
dieser Güter hat heute Montag rund um Mansehra begonnen. Sie sind
dringend nötig, da die Temperaturen in der Nacht gegen den
Gefrierpunkt sinken. Und wie geht es weiter? Wir werden natürlich auch in den nächsten Tagen möglichst viele
Hilfsgüter an die Überlebenden verteilen. Demnächst wird ein UN-
Hilfsflugzeug, das auch mit Material von World Vision beladen ist,
von Brindisi (Italien) nach Pakistan fliegen. Zudem sollen in den
nächsten Tagen weitere Hilfsgüter im Bereich der Wasserversorgung
und Medikamente verteilt werden. Hat World Vision vor Ort auch Partner? Ja, sowohl bei Bedarfsermittlung als auch bei Nothilfe arbeiten
wir mit anderen internationalen Organisationen vor Ort wie Oxfam
oder Care zusammen. Für weitere Auskünfte: Amos Winteler
Leiter Kommunikation World Vision Schweiz
Tel. 044 802 30 30
Direkt 044 802 20 77
Handy 076 393 30 12
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https://www.presseportal.ch/de/pm/100000881/100497758
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