MedienmitteilungEinladung: Forschungsförderung durch die Epilepsie-Liga2005-09-26T10:55:00- Hinweis: Hintergrundinformationen könnne im pdf-Format unter
www.presseportal.ch/de/story.htx?firmaid=100003946
kostenlos heruntergeladen werden -Schutzstoff für das Gehirn Bei schwer behandelbaren Epilepsien besteht die Gefahr, dass die wiederkehrenden Anfälle Nervenzellen des Gehirns schädigen. Schuld daran könnte ein erniedrigter Gluthationgehalt in diesen Zellen sein. Gluthation in normaler Höhe schützt Nervenzellen vor dem Absterben. Deshalb sucht die Forschung Wege, den Gluthationgehalt im Gehirn zu stabilisieren. Die Schweizerische Liga gegen Epilepsie (Epilepsie-Liga) unterstützt mit einem Forschungsförderungsbeitrag von 20'000 Franken die Pilotstudie der Neurowissenschaftlerin Susanne Müller, von deren Resultaten man sich eine Verbesserung der Situation von schwer epilepsiebetroffenen Menschen erhofft. Die Forscherin untersucht mit Hilfe von Magnetresonanz-Imaging (MRI) den Zustand desjenigen Hirnareals, von dem die epileptischen Anfälle ausgehen. Entsprechend sind für die Studie nur Menschen mit fokalen, das heisst von einem bestimmten Herd ausgehenden, Epilepsieformen geeignet. Neben der Interpretation des durch MRI gewonnenen Bildes wird durch Magnetresonanzspektroskopie (MRS) der Gluthationgehalt im Gehirn gemessen. Diese Untersuchungen sind für die Betroffenen mit keinerlei Schmerzen verbunden. Sie können dabei Musik hören, sollten sich aber nicht bewegen. Gut für das Gedächtnis In einem zweiten Schritt trinkt der Patient ein als Erkältungsmedikament zu gelassenes N-Acetylcysteinpräparat in Form einer Brausetablette. Von diesem Stoff wird angenommen, dass er den Gluthationgehalt im Gehirn normalisiert. Wieder folgen MRI- und MRS-Untersuchungen. Alle Personen, die für diese Studie in Frage kommen, werden vor Beginn gründlich medizinisch untersucht und in einem ausführlichen Gespräch genau informiert. Es handelt sich dabei um 10 Epilepsiebetroffene und 5-10 Gesunde, so dass ein Vergleich möglich ist. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, Folgen von wiederholten epileptischen Anfällen zu verhindern und damit zunehmenden Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen vorzubeugen. Falls die Resultate bestätigen, dass der Gehalt von Gluthation im Gehirn tatsächlich durch die Einnahme von N-Acetylcystein stabilisiert werden kann, sollen weitere Studien folgen. Diese Forschungsarbeit wird am 6. Oktober um 15 Uhr anlässlich des Tags der Epilepsie im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich vorgestellt. Kontakt: Margret Becker Permalink:
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