Medienmitteilung
Wirtschaft sagt Nein zu einem ungeniessbaren Stromversorgungsmenu
2005-09-08T10:40:00
Zürich (ots) - Eine breite Allianz der Wirtschaft, bestehend aus economiesuisse
Interessengemeinschaft Energieintensive Branchen IGEB
SGCI Chemie Pharma Schweiz
Swissmem Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie
Textilverband Schweiz TVS ruft den National- und den Ständerat auf, den aktuellen Entwurf zum
Stromversorgungs¬gesetz wesentlich stärker an die Bedürfnisse der
schweizerischen Volkswirtschaft anzupassen. Der in der Herbstsession
dem Nationalrat vorliegende Entwurf bringt der Wirtschaft viele
Nachteile und erhebliche Zusatzkosten. Weder würde dadurch die
Versorgungssicherheit verbessert, noch liessen sich die zu
erwartenden Vorteile der Marktöffnung realisieren. Gegenvorschlag der Wirtschaft zu einem Strommarktgesetz Die
Wirtschaftsverbände unterbreiten dem Parlament einen ausformulierten
Gegenvorschlag für ein Strommarktgesetz (SMG). Die wesentlichen
Eckpunkte des SMG-Entwurfs bilden: 1. EU-konforme vollständige Öffnung des Strommarktes: Einbindung der
Stromdrehscheibe Schweiz in den EU-Binnenmarkt; Öffnung für alle
Verbraucher analog zur EU. 2. Günstigere Netzpreise durch Benchmarking und Anreizregulierung:
Preisgünstiger Strombezug insbesondere für Industrie und KMU,
finanzielle Anreize für Betreiber von effizienten und sicheren
Netzen. 3. Wirtschaftsfreundlicher Strommarkt: Vermeidung von unnötigen
kostentreibenden Vorschriften, keine Quersubventionen und keine
neuen Abgaben (Aufsichtsabgabe). Keine Mehrbelastung für die
Wirtschaft durch milliardenschwere Subventionspakete. 4. Schlanker und unabhängiger Regulator, Entscheide nur in
Streitfällen: Keine Aufblähung des Staatsapparates; nur Entscheide
über Netzpreise, wo im Streitfall keine Einigung erzielt werden
kann. Dieser SMG-Entwurf ist wesentlich übersichtlicher und transparenter
als die im aktuellen Paket enthaltenen drei Vorlagen, d.h.: 1
Änderung Elektrizitätsgesetz betreffend Transitregelung, 2
Stromversorgungsgesetz, 3 Änderung Energiegesetz. Der SMG-Entwurf
enthält die Regelungen für Stromtransite und die Integration in den
europäischen Strommarkt. Eine weitere Ausdehnung der Förderung der
erneuerbaren Energien über die heute schon bestehende grosszügige
Regelung (15 Rp./kWh eingespeisten Strom) gemäss Vorlage 3 wird
grundsätzlich abgelehnt. Eine Unterteilung in drei Separatvorlagen
erübrigt sich dadurch. Grundlegende Überarbeitung im Zweitrat gefordert Aufgrund der
aktuellen Vorlage sind zum Bedauern der Wirtschaft nur noch wenige
Korrekturen bei der Beratung des Nationalrats in der Herbstsession
möglich. Aus Sicht der Wirtschaft liegt es deshalb in der Hand des
Ständerates und seiner vorberatenden Kommission, den vorliegenden
Entwurf als Zweitrat grundlegend zu überarbeiten. Für weitere Auskünfte:
economiesuisse: Herr Urs Näf, Issue Manager Energie und Umwelt, Tel.
044 421 35 35
IGEB: Herr Max Fritz, Geschäftsführer, Tel. 044 266 99 27
SGCI: Herr Richard Gamma, Tel. 044 368 17 24
Swissmem: Herr Walter Müller, Ressort Umwelt und Energie, Tel. +41
44 384 48 66
TVS: Herr Manfred Bickel, Tel. 071 274 90 98 Im Internet abrufbar unter www.economiesuisse.ch:
Entwurf Strommarktgesetz SMG Zürich, 8. September 2005
Permalink:

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