Medienmitteilung
Wissenschaft und Technologie (W+T) in der Schweiz
2005-08-25T09:15:00
(ots) - Wissenschaft und Technologie (W+T) in der Schweiz Bundesbeiträge an Forschung und Entwicklung gestiegen Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS) hat der Bund
die Forschung und Entwicklung im Jahr 2004 mit 1390 Millionen
Franken finanziert. Während die Forschungsförderung des Bundes durch
Vergabe von F+E-Beiträgen stetig wächst, verliert die
Ressortforschung des Bundes (F+E-Aufträge und Intramuros-F+E-
Aufwendungen) an Bedeutung. Seit 1. Januar 2004 beteiligt sich die
Schweiz integral an den Forschungsrahmenprogrammen der Europäischen
Union (Mitgliederbeitrag rund 200 Millionen Franken). Zusammen mit
der Zunahme der Beiträge an den Schweizerischen Nationalfonds sind
dadurch die F+E-Beiträge auf 1170 Millionen Franken angewachsen
(Zunahme von 240 Millionen gegenüber 2002). Diese Ergebnisse beruhen
auf den Angaben der einzelnen Bundesstellen und beinhalten nur den
direkten Finanzierungsfluss. Zusätzlich finanziert der Bund über die
ordentlichen Haushalte der ETH und ihrer Forschungsanstalten sowie
über die Hochschulförderung F+E- Tätigkeiten des Hochschulsektors.
Die genaue Höhe dieses indirekten Finanzierungsflusses wird erst im
vierten Quartal errechnet werden können. Unterschiedliche
Entwicklung der F+E-Aufwendungen insgesamt Nachdem die Aufwendungen
des Bundes für F+E zwischen 1986 und 1992 um real (d.h.
inflationsbereinigt) 5 Prozent pro Jahr gestiegen waren,
verlangsamte sich das Wachstum der direkten Ausgaben bis 1994
deutlich, und anschliessend verzeichneten diese bis 2000 ein
negatives Wachstum von über 6 Prozent jährlich. Allein von 2002 bis
2004 jedoch stiegen diese Aufwendungen insgesamt wieder von 1'155
auf 1390 Millionen Franken. Innerhalb dieser Gesamtentwicklung ist
einerseits der markante Anstieg der F+E-Beiträge des Bundes zu
erwähnen, der 2004 allein diesen Zuwachs verursachte. Andererseits
ist ein deutlicher Rückgang der Aufwendungen für Ressortforschung
zwischen 1994 und 2000 festzustellen. Seither haben sich diese bei
rund 220 Millionen Franken pro Jahr stabilisiert. Markante Zunahme
der F+E-Beiträge des Bundes In den vergangenen 18 Jahren erhöhte
sich der Anteil der F+E- Beiträge an den gesamten Aufwendungen des
Bundes für F+E kontinuierlich. Wurden 1986 knapp 48 Prozent der
Forschungsmittel des Bundes für F+E-Beiträge aufgewendet, belief
sich dieser Anteil 2004 auf über 84 Prozent (1170 Millionen
Franken). Die meisten dieser Fördermittel werden durch das
Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) und das Bundesamt
für Berufsbildung und Technologie (BBT) vergeben. Die Mitgliedschaft
der Schweiz an internationalen Forschungsorganisationen und die
Teilnahme an internationalen Forschungsprogramme wurde mit 432
Millionen Franken gewährleistet. Zusätzlich hat der Bund Beiträge in
der Höhe von 12 Millionen Franken diversen anderen ausländischen
Forschungsstellen zukommen lassen. Der Hochschulsektor:
hauptsächlicher Nutzniesser der Forschungsgelder im Inland Rund 177
Millionen Franken sind im Jahr 2004 direkt dem Hochschulsektor
zugeflossen; 143 Millionen in Form von Beiträgen und 34 Millionen
Franken in Form von Aufträgen des Bundes. Ferner kommt der
Hauptteil, der durch den Schweizerischen Nationalfonds
bereitgestellten Mittel (426 Millionen) der Grundlagenforschung den
Hochschulen zu Gute. Und zusätzlich finanziert der Bund indirekt
über die ordentlichen Haushalte der ETH und der Forschungsanstalten
sowie über die Hochschulförderung F+E-Tätigkeiten des
Hochschulsektors (2002 waren dies rund 1,1 Milliarden Franken). Mit
insgesamt 96 Millionen werden zudem inländische Unternehmen über
F+E- Beiträge (64 Millionen) und F+E-Aufträge (32 Millionen) durch
den Bund in ihren F+E-Tätigkeiten gefördert. Die Intramuros F+E des
Bundes stabilisiert sich auf tiefem Niveau Nach der Spitze von 1992
(340 Millionen Franken) hat die Intramuros F+E bis zum Jahr 2000
kontinuierlich abgenommen. Seither blieb die bundesintern
durchgeführte F+E-Tätigkeit auf dem Niveau von 140 Millionen Franken
stabil. Nur noch wenige Bundesstellen sind heute in selber
durchgeführten Forschungsprojekten tätig. Es sind dies vor allem die
landwirtschaftlichen Forschungsanstalten (Agroscope) mit rund 70
Millionen Franken, die Schweizerische Nationalbank (9 Millionen),
das Bundesamt für Gesundheit (7 Millionen), die MeteoSchweiz (rund 6
Millionen) und die armasuisse (rund 5 Millionen). Die meisten
anderen Bundesstellen sind hauptsächlich im Management von
Forschungsprojekten tätig (Begleitung extern vergebener Projekte).
F+E-Personal nun stabil Frauenanteil steigend Parallel zur
Entwicklung der Intramuros F+E hat sich, nach einem starken Rückgang
seit 1994, die Anzahl des in F+E tätigen Personals ab 2000
stabilisiert. 2004 sind beim Bund 808 Personenjahre für F+E
eingesetzt worden. Der Frauenanteil in F+E wächst kontinuierlich;
1986 stellten die Frauen noch 11 Prozent, 1992 16 Prozent und 2004
rund 34 Prozent des Forschungspersonals beim Bund. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Zu den Begriffen Die Intramuros F+E-Aufwendungen umfassen alle zur
Durchführung von F+E innerhalb einer Berichtseinheit oder eines
Sektors der Volkswirtschaft verwendeten Mittel, ungeachtet der
Finanzierungsquellen. Sie umfassen die laufenden Aufwendungen für
das Personal, die laufenden Sachaufwendungen sowie die
Investitionen. F+E-Aufträge werden an aussenstehende
Forschungsstellen (Auftragnehmer) vergeben und sind üblicherweise
durch einen privatrechtlichen Vertrag geregelt. Der Auftraggeber ist
an den Ergebnissen für seine eigene Tätigkeit direkt interessiert
und kann eine Aufsicht und Kontrolle über die Durchführung des
Auftrags ausüben. Ressortforschung ist allgemein Forschung, deren
Ergebnisse der Staat zur Bewältigung seiner Aufgaben benötigt und
die er in der Regel auch selber durchführt oder finanziert. Zur
Ressortforschung werden gezählt: die Intramuros F+E-Aufwendungen der
Bundesverwaltung, einschliesslich der landwirtschaftlichen
Forschungsanstalten, der Regiebetriebe und der rechtlich
selbständigen Bundesanstalten sowie die externen F+E-Aufträge der
oben genannten Stellen. F+E-Beiträge sind finanzielle Mittel, die
zur Förderung von Forschungsaktivitäten zur Verfügung gestellt
werden. Sie werden zugesprochen oder verfügt. Die Verwendung der
Mittel durch den Beitragsempfänger ist mehr oder weniger festgelegt.
Im Gegensatz zum Auftrag kann der Beitraggeber den Verlauf der
einzelnen F+E-Projekte in der Regel nicht mehr beeinflussen. Auskunft:
Franz Martin, BFS, Sektion Bildungssysteme, Wissenschaft und
Technologie, Tel.: 032 713 66 24 Neuerscheinung:
BFS Aktuell « F+E: Die Aufwendungen des Bundes. Finanzen und
Personal 2004 Erste Ergebnisse ».
Bestellnummer: 133-0401. Preis: gratis, verfügbar auf der Homepage
des BFS unter der folgenden Adresse :
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