Medienmitteilung
Gesamtarbeitsvertragliche Lohnabschlüsse für 2005
2005-08-11T09:15:00
(ots) - Gesamtarbeitsvertragliche Lohnabschlüsse für 2005 Sozialpartner vereinbaren Lohnerhöhung um 1,6 Prozent Die Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV)
haben
für 2005 im Mittel eine nominale Effektivlohnerhöhung um 1,6 Prozent
beschlossen. Die Mindestlöhne wurden durchschnittlich um 0,9 Prozent
angehoben. Soweit einige wichtige Ergebnisse der jüngsten Erhebung
des Bundesamtes für Statistik (BFS) über die
gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlüsse. Die Ergebnisse der
Lohnverhandlungen für 2005 wurden im Rahmen von 44 GAV erhoben und
betreffen rund eine Million Arbeitnehmende. Effektivlöhne:
durchschnittliche Zunahme um 1,6 Prozent Im Rahmen der wichtigsten
GAV vereinbarten die Sozialpartner für 2005 eine nominale
Effektivlohnerhöhung von durchschnittlich 1,6 Prozent. Bei einer
geschätzten Teuerung von 1 Prozent in diesem Jahr dürfte somit die
Kaufkraft der Löhne leicht zunehmen. Während die ausgeprägten
Lohnerhöhungen der Jahre 2001 (+2,9%) und 2002 (+2,6%) auf der
wirtschaftlichen Wachstumsphase von 1997 bis 2000 beruhten, sind die
Erhöhungen 2003 (+1,4%) und 2004 (+1,1%) im Lichte der
Unsicherheiten und der leichten Rezession der Periode 2001 bis 2003
zu sehen. Anlässlich der Lohnverhandlungen für 2005 im Herbst 2004
ging man trotz stagnierender Beschäftigung von guten
Konjunkturperspektiven aus. Im sekundären Sektor wurden die Löhne
für das Jahr 2005 um 1,4 Prozent bzw. rund 1 Prozentpunkt mehr als
im Vorjahr angehoben (2004: +0,5%). Diese Entwicklung ist
hauptsächlich auf das Baugewerbe zurückzuführen, wo sich die
Lohnerhöhung von 0,4 Prozent im Jahr 2004 auf 1,5 Prozent im Jahr
2005 steigerte. Im tertiären Sektor ist die nominale Lohnerhöhung am
deutlichsten (+1,8%). Die kräftigsten Lohnerhöhungen verzeichneten
der Landverkehr (+2,5%), die Nachrichtenübermittlung (+2,4%) sowie
die Branche Unterhaltung, Kultur und Sport (+1,9%). Am Ende der
Rangliste finden sich die Herstellung von Möbeln, Schmuck und
sonstigen Erzeugnissen (+0,9%), der Fahrzeugbau (+0,9%) sowie die
Nebentätigkeiten für den Verkehr (+0,8%). Lohnerhöhungen zumeist
generell erteilt 2005 gliederte sich die gesamthafte Lohnerhöhung
von 1,6 Prozent in 1 Prozent generelle und 0,6 Prozent individuelle
Erhöhungen. Der Anteil der generellen Lohnerhöhungen verzeichnete
1998 einen Tiefststand (20%), um danach 2001 wieder eine Spitze von
73% zu erreichen. 2002 ging die Wellenbewegung wieder abwärts (-20
Prozentpunkte), danach trat 2003 und 2004 eine Stabilisierung bei
rund 50 Prozent ein. 2005 zeichnet sich ein erneuter Anstieg ab
(63%). Im sekundären Sektor herrschen die generellen Lohnerhöhungen
vor (86%), während sich im tertiären Sektor die individuellen und
die generellen Lohnerhöhungen die Waage halten. Mindestlöhne:
Steigerung um 0,9 Prozent 2005 belief sich die mittlere nominale
Mindestlohnerhöhung auf 0,9 Prozent. Im sekundären Sektor geht die
überdurchschnittliche Erhöhung um 1,6 Prozent hauptsächlich auf das
Konto des Baugewerbes, das ein Plus von 2,1 Prozent zur Entwicklung
beisteuerte. Die Steigerung im tertiären Sektor entspricht der
mittleren nominalen Erhöhung (+0,9%). Die deutlichsten
Mindestlohnerhöhungen verzeichneten der Grosshandel (+3,1%), die
Herstellung von Bekleidung (+2,7%), das Baugewerbe (+2,1%) sowie die
Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen (+1,8%).
Demgegenüber verharrten die Mindestlöhne in den Branchen
Fahrzeugbau, Handel und Reparatur von Autos, Landverkehr sowie
Persönliche Dienstleistungen auf dem Vorjahresstand. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft:
Didier Froidevaux, BFS, Sektion Löhne und Arbeitsbedingungen, Tel.:
032 713 67 56 Neuerscheinung: Gesamtarbeitsvertragliche Lohnabschlüsse für
2005,
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