Medienmitteilung

Produzentenpreisindex für den Güterverkehr im April 2005

2005-07-14T09:15:00
(ots) - Produzentenpreisindex für den Güterverkehr im April 2005
Preisanstieg von 6,4 Prozent
Die Preise im gesamten Güterverkehr sind im Halbjahr zwischen 
Oktober 2004 und April 2005 um 6,4 Prozent gestiegen. Der neue 
Indexstand beträgt 103,2 Punkte (Basis April 2001 = 100). Während 
die Preise für Schienentransporte um 1,3 Prozent zunahmen, stiegen 
diejenigen für Strassentransporte um 8,1 Prozent. Der Hauptgrund 
dafür war die Erhöhung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe 
(LSVA) auf den 1. Januar 2005. Dieser Anstieg wirkte sich aber nur 
geringfügig auf die Produzenten- und Konsumentenpreise aus. Im 
Vergleich zum April des Vorjahres lag das Preisniveau des gesamten 
Güterverkehrs um 6,5 Prozent höher (Schienenverkehr: +1,0%, 
Strassenverkehr: +8,4%). Güterverkehr Schiene: leichter Preisanstieg 
von 1,3 Prozent Der Güterverkehr auf der Schiene zeigte zwischen 
Oktober 2004 und April 2005 einen leichten Preisanstieg von 1,3 
Prozent. In der wichtigsten Teilgruppe (Sonstiger Güterverkehr: 
Norm- und Spezialwagen) wurden die Preise um 2,4 Prozent erhöht. Im 
kombinierten Verkehr stellte man eine leichte Preissteigerung von 
0,4 Prozent fest. Bei den Erdöltransporten wurden dagegen 
Preisabschläge von 4,2 Prozent gemessen. Innert Jahresfrist 
verteuerte sich der Güterverkehr auf der Schiene um 1,0 Prozent. 
Güterverkehr Strasse: deutlicher Preisanstieg von 8,1 Prozent 
infolge Erhöhung der LSVA Die Preise des Güterverkehrs auf der 
Strasse stiegen zwischen Oktober 2004 und April 2005 im Durchschnitt 
um 8,1 Prozent. Der Hauptgrund dafür war die Erhöhung des 
Nominalsatzes der LSVA von 1.68 auf 2.52 Rappen pro Tonnenkilometer 
per 1. Januar 2005. Damit dürften im Durchschnitt rund zwei Drittel 
der Steuererhöhung auf die Abnehmer überwälzt worden sein. 
Allerdings wurde gleichzeitig mit dem Anstieg der LSVA auch das 
zulässige Gesamtgewicht auf 40 Tonnen erhöht. Dadurch ergaben sich 
in einzelnen Branchen auch Produktivitätsgewinne, die sich 
ihrerseits preisdämpfend auswirkten. Im Vergleich zum April des 
Vorjahres lag das Preisniveau des Güterverkehrs auf der Strasse um 
8,4 Prozent höher. Betrachtet man die einzelnen Teilmärkte des 
Strassenverkehrs, so waren die höchsten Preissteigerungen zur 
Vorerhebung bei den Containertransporten festzustellen (+14,5%). 
Neben der LSVA spielte hier die deutlich erhöhte Nachfrage eine 
Rolle. In dieser Kategorie waren aber in den letzten Jahren 
(insbesondere 2001 und 2002) nachfragebedingt auch die grössten 
Preisrückgänge festgestellt worden. Einen deutlichen Preisanstieg 
verzeichneten auch die Sammelguttransporte (+9,8%), bei denen im 
Stückgutverkehr der Produktivitätsgewinn durch die Zulassung von 
40-Tönnern nicht hoch war, weil hier im allgemeinen die Ladefläche 
und nicht das Gewicht der limitierende Faktor ist. Mittlere 
Preisaufschläge zeigten die Bautransporte (+7,6%) und die 
Kühltransporte (+6,7%). Die geringen Preisaufschläge bei den 
Erdöltransporten von 1,6 Prozent und bei den übrigen 
Spezialfahrzeugen (z.B. Silos) von 2,6 Prozent sind auf den 
Produktivitätsgewinn durch die Zulassung der 40-Tönner 
zurückzuführen.
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