Medienmitteilung
Strassenverkehrsunfälle 2004
2005-07-07T09:15:00
(ots) - Strassenverkehrsunfälle 2004 Tendenz im Allgemeinen positiv: Weniger Unfallopfer im Jahr 2004 2004 haben die Strassenverkehrsunfälle 510 Todesopfer gefordert.
Nach einer ungünstigen Vorjahresbilanz - 2003 stieg die Zahl der
Todesopfer auf 546 (2002: 513) hat sich die Sicherheit im
Strassenverkehr wieder verbessert. Im europäischen Vergleich liegt
die Schweiz in Sachen Verkehrssicherheit im Spitzenfeld, vor ihren
unmittelbaren Nachbarn. Nur Malta, Schweden, Grossbritannien, die
Niederlande und Finnland schneiden besser ab. Soweit einige der
wichtigsten Ergebnisse der Statistik der Strassenverkehrunfälle, die
vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführt wird. Auch die Zahl
der Verletzten ist zurückgegangen Auch die Zahl der schwer
Verletzten weist mit einem Rückgang um 6 Prozent (von 5862 im Jahr
2003 auf 5528 im Jahr 2004) eine günstige Entwicklung auf die
günstigste seit 8 Jahren. Erfreulich ist die Feststellung, dass es
bei den leicht Verletzten nach mehreren Jahren der Stagnation eine
Abnahme um 4 Prozent gab (von 24'236 im Vorjahr auf 23'218 im Jahr
2004). Gezielte Schritte Richtung Via sicura Die Schweiz hat eine
neue Politik der Sicherheit im Strassenverkehr (Via sicura)
erarbeitet. In einem ersten Schritt sollen ab 2010 die jährliche
Zahl der tödlich Verunfallten auf weniger als 300 und die der schwer
Verletzten auf weniger als 3000 reduziert und beide Zahlen später
alle zehn Jahre halbiert werden. Um das erste Etappenziel zu
erreichen, müsste die Zahl der Todesopfer im Durchschnitt um 8,5
Prozent und die der schwer Verletzten um 9,7 Prozent pro Jahr
sinken. Zum Vergleich: Seit 1992 haben sich diese Zahlen nur um 4
Prozent bzw. 3 Prozent verringert. Die Motorräder hinken nach Auch
wenn die Verbesserung der Sicherheit im Strassenverkehr insgesamt
unbestreitbar ist, so gilt dies nicht für die Motorräder. Die Zahl
der schwer Verunfallten (Tote und schwer Verletzte) unter den
Motorradlenker/innen und Beifahrer/innen ist in den letzten Jahren
laufend gestiegen: von 1270 im Jahr 1998 auf 1657 im Jahr 2004. Für
den Zeitraum zwischen 1998 und 2002 ist diese ungünstige Entwicklung
auf den Boom der Kleinmotorräder zurückzuführen, für 2002 und 2003
auf Unfälle mit Motorrädern mit grossem Hubraum (mehr als 125cm3)
und für 2004 schliesslich auf eine noch ungeklärte Zunahme der
Unfälle mit Motorrädern der Kategorie bis 125cm3 Hubraum.
Stabilisierung der Anzahl Verunfallter wegen Alkohol, Drogen und
Medikamenten Bei tödlichen Unfällen oder Unfällen, die schwer
Verletzte fordern, wird in den meisten Fällen überhöhte
Geschwindigkeit als mutmassliche Unfallursache in den Anzeigen der
Polizei genannt. Seit drei Jahren verursacht sie die Hälfte der
tödlichen Unfälle, während es anfangs der Neunzigerjahre noch ein
Drittel war. Von 1993 bis 1998 hat die Zahl der Getöteten und schwer
Verletzten bei Unfällen unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder
Medikamenten um fast 20 Prozent abgenommen. Seit 1998 scheinen die
entsprechenden Zahlen jedoch bei rund 120 tödlich Verunfallten und
900 schwer Verletzten pro Jahr zu stagnieren. Insgesamt ist
heutzutage jede vierte schwer verunfallte Person Opfer eines Unfalls
dieses Typs. Bei 90 Prozent dieser Unfälle wird Alkohol als Ursache
genannt. Ehrenhafte Erwähnung der Schweiz in Sachen Sicherheit im
Strassenverkehr Verglichen mit ihren vier Nachbarn der Europäischen
Union ist die Schweiz eine Musterschülerin in Sachen Sicherheit im
Strassenverkehr. Mit 74 Getöteten auf eine Million Einwohner/innen
im Jahr 2003 (69 im Jahr 2004) kann sie ein eindeutig besseres
Resultat vorweisen als Österreich, Italien, Frankreich und
Deutschland, wo jeweils 114, 104, 102 und 80 Tote auf eine Million
kommen. Nur fünf Länder der Europäischen Union (Malta, Schweden,
Grossbritannien, die Niederlande und Finnland) schneiden mit jeweils
41, 59, 62, 64 und 73 Unfalltoten auf eine Million Einwohner/innen
besser ab als die Schweiz. Die grossen Anstrengungen bestimmter
Länder in Sachen Sicherheit im Strassenverkehr beginnen also Frucht
zu tragen. Sogar Frankreich, das lange nachhinkte im europäischen
Vergleich, hat in den letzten Jahren spürbare Fortschritte gemacht. Die Statistik der Strassenverkehrsunfälle basiert auf den von der
kommunalen und kantonalen Polizei gemeldeten Unfällen. Sie umfasst
die Unfälle auf öffentlichen Strassen oder Plätzen, in die
mindestens ein motorisiertes oder unmotorisiertes Fahrzeug
verwickelt ist. Als getötete Personen gelten Unfallopfer, die
innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall sterben. Als schwer verletzt
gelten Personen, die Beeinträchtigungen und Verletzungen aufweisen,
welche normale Aktivitäten für mindestens 24 Stunden verhindern. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
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