Medienmitteilung
Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung 2004
2005-06-24T09:15:00
(ots) - Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung 2004 Weniger Eheschliessungen, mehr Scheidungen 2004 wurde in der Schweiz erneut weniger geheiratet und es starben
weniger Personen als im Vorjahr. Andererseits verzeichneten die
Geburten eine leichte und die Scheidungen eine deutliche Zunahme
gegenüber 2003. Mütter von Neugeborenen und erstmals Heiratende
werden immer älter. Die Lebenserwartung hat bei Männern und Frauen
um je ein halbes Jahr zugenommen. Soweit einige wichtige Ergebnisse
der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung des Bundesamtes
für Statistik (BFS) für das Jahr 2004. Leichte Geburtenzunahme,
Kinderzahl aber weiterhin auf tiefem Niveau Im Jahr 2004 wurden
73'100 Kinder lebend geboren, 1200 oder 1,7 Prozent mehr als 2003.
Trotz dieser geringfügigen Steigerung bleibt die gegenüber der
ersten Hälfte der 1990er-Jahre um rund 15 Prozent gesunkene Zahl der
Geburten seit 2001 weitgehend stabil. Der leichte Geburtenzuwachs
brachte auch einen geringen Anstieg der durchschnittlichen
Kinderzahl pro Frau von 1,39 (2003) auf 1,42 (2004). Die
Geburtenhäufigkeit verblieb jedoch auf dem tiefen Niveau der letzten
vier Jahre. Ausländerinnen bringen im Laufe ihres Lebens
durchschnittliche mehr Kinder (1,89 pro Frau) zur Welt als
Schweizerinnen (1,26). Jedes siebte Kind wird ausserhalb einer Ehe
geboren Heiraten bzw. Verheiratetsein und Kinderhaben sind immer
noch stark miteinander verbunden. Nahezu neun von zehn aller 2004
Mütter gewordenen Frauen waren verheiratet. Dennoch bringen immer
mehr ledige, geschiedene oder verwitwete Frauen ein Kind zur Welt.
2004 betrug der Anteil der nicht ehelichen Geburten an sämtlichen
Lebendgeburten 13,3 Prozent, während er 2003 noch bei 12,4 Prozent
gelegen hatte. Seit Beginn der 1990er-Jahre (1992: 6,2%) ist diese
Ziffer ununterbrochen im Steigen begriffen. Erstgeburten und
Erstheiraten immer später Der enge Zusammenhang zwischen
Familiengründung und Eheschliessung zeigt sich auch in der
Entwicklung des Heiratsalters und des Alters bei der Erstgeburt.
Heirat und Geburt verschieben sich immer mehr in spätere
Altersphasen. Die Durchschnittsalter bei der ersten Heirat und der
Geburt des ersten Kindes steigen stetig und weitgehend parallel an.
Frauen waren 2004 bei der Erstheirat im Durchschnitt 28,6 Jahre alt
(2003: 28,4 Jahre), die Männer hatten das 30. Altersjahr sogar schon
überschritten (30,8 Jahre gegenüber 30,6 Jahren im Jahr 2003). Ihr
erstes Kind bekamen Frauen im Alter von 29,3 Jahren (2003: 29,1
Jahre). Anteil der Wiederverheiratungen steigt 2004 heirateten
39'500 Paare, 2003 waren es 40'100 gewesen (-1,5%). Seit 1992 nehmen
die standesamtlichen Trauungen ab. Diese rückläufige Tendenz war nur
1999 und 2002 unterbrochen worden. Als Folge der zunehmenden
Scheidungen haben insbesondere die Eheschliessungen Geschiedener
gegenüber denjenigen von Ledigen an Gewicht gewonnen. Bei 25'800
Heiraten des Jahres 2004 waren beide Partner zuvor ledig, bei 13'600
(34,6%) handelte es sich um Wiederverheiratungen, d.h.
Eheschliessungen bei denen mindestens ein Partner geschieden oder
verwitwet war. Deren Anteil ist seit 1990 um beinahe 10
Prozentpunkte gestiegen. Etwa je ein Fünftel der Frauen und Männer
(22,2% bzw. 23,5%) heirateten 2004 mindestens zum zweiten Mal.
Scheidungen wieder mit stärkerem Aufwärtstrend Im Jahr 2004 wurden
in der Schweiz 17'900 Ehen rechtskräftig geschieden. Damit stieg die
Zahl der Ehescheidungen gegenüber dem Vorjahr erneut um 1100 Fälle
bzw. 6,8 Prozent. Dies entspricht dem stärksten jährlichen Zuwachs
seit 1988; die Scheidungen erreichten 2004 wieder das Niveau des
Jahres 1998. Damit setzt sich nach der unüblichen Entwicklung
zwischen 1999 und 2001, welche auf die Einführung des neuen
Scheidungsrechts zurückzuführen war, die steigende Tendenz weiterhin
deutlich fort. Unter der Annahme einer zukünftig konstanten
Scheidungsrate auf dem Niveau des Jahres 2004 würden ungefähr 44
Prozent aller Ehen wieder geschieden. Kein heisser Sommer
weniger
Todesfälle Mit rund 60'200 Todesfällen gab es 2004 einen Rückgang um
2900 bzw. 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Hauptursache für
den Rückgang der Todesfälle dürfte das Ausbleiben einer Hitzewelle
wie diejenige des Sommers 2003 gewesen sein: Im Vergleich zu 2003
war die Anzahl Todesfälle im Juli und August 2004 um 10,1 Prozent
(-1000 Personen) niedriger. Auch in den Monaten März und Juni waren
Todesfälle weniger häufig als im Jahr zuvor. Im Gegensatz dazu
wurden 2004 im Januar deutlich mehr Sterbefälle registriert als 2003
(+9,8%). Steigende Lebenserwartung bei Geburt und im höheren Alter
Die Lebenserwartung hat für beide Geschlechter um etwa je ein halbes
Jahr zugenommen. 2004 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung
für einen neugeborenen Knaben 78,6 Jahre (2003: 78,0) und für ein
Mädchen 83,7 Jahre (2003: 83,2). Männer leben nach wie vor weniger
lang als Frauen, aber der Unterschied zwischen den beiden
Geschlechtern verringert sich stetig, wenn in letzter Zeit auch
langsamer: 2004 lag er bei 5,1 Jahren (+0,1 Jahre gegenüber 2003).
Auch für ältere Personen ist die Lebenserwartung gestiegen. So kann
ein 65-jähriger Mann noch mit einer weiteren Lebenserwartung von im
Durchschnitt 18,1 Jahren rechnen gegenüber 17,5 Jahren im Jahr 2003.
Für eine gleichaltrige Frau ergeben sich noch 21,5 weitere
Lebensjahre gegenüber zuvor 21,0 Jahren. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft:
Marcel Heiniger, BFS, Sektion Demografie und Migration, Tel. 032 713
68 74 Neuerscheinung bzw. detaillierte Tabellen:
BFS Aktuell "Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung
Definitive Ergebnisse 2004" verfügbar auf der Homepage des BFS unter
der folgenden Adresse:
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sicht/blank/analysen__berichte/result.html Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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