Medienmitteilung
World Vision leistet Hilfe in Millionenhöhe - Sechs Monate nach
Tsunami: Wiederaufbau in Südostasien ist in vollem Gange
2005-06-22T16:18:15
Dübendorf (ots) - Sechs Monate nach Tsunami - Wiederaufbau in
Südostasien ist in vollem Gange und zeigt Früchte World Vision leistet Hilfe in Millionenhöhe Ein halbes Jahr nach dem verheerenden Seebeben in Südostasien
laufen die Wiederaufbauarbeiten auf Hochtouren. Von den gut 2,3
Millionen Franken Tsunami-Spenden hat World Vision Schweiz bereits
1,66 Millionen Franken in Projekte in Sri Lanka, Indonesien, Indien
und Thailand investiert. Die internationale Partnerschaft von World
Vision hat bis jetzt rund 62 Millionen für die Hilfe vor Ort
eingesetzt. Für die nächsten drei bis fünf Jahre stellt World Vision
gut 430 Millionen Franken zur Verfügung. Derzeit stehen im Tsunami-
Gebiet gegen 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
internationalen Hilfsorganisation im Einsatz. World Vision Schweiz beteiligt sich an der Not- und
Wiederaufbauhilfe hauptsächlich in Sri Lanka, Indonesien, Indien und
Thailand. Die Hilfe ist auf Langfristigkeit ausgelegt. "Denn der Weg
zurück zur Normalität ist noch lang", betont Annette Schifferli,
Programmverantwortliche von World Vision Schweiz. Im Norden Sri Lankas beispielsweise saniert World Vision Schweiz
ein Schulhaus. Das in Point Pedro im Distrikt Jaffna gelegene
Gebäude wird umfassend erneuert und mit neuem Mobiliar und
technischen Einrichtungen ausgerüstet. Ebenso werden zur
Verschönerung des Schulhauses verschiedene Aktivitäten durchgeführt
(Bäume pflanzen, Wände bemalen etc.) sowie ein Eltern-Lehrerrat
gebildet. Das Schulhaus in Point Pedro war in den ersten Wochen nach
der verheerenden Flutwelle als Auffangstation für Tsunami-Opfer
benutzt worden. Bald jedoch steht es den zwölf Lehrpersonen und 254
Studenten wieder als Schulhaus zur Verfügung. Im Speziellen hat World Vision Schweiz die Einrichtung von
Kindertreffs ("child friendly spaces") unterstützt. Tausende von
traumatisierten Kindern nehmen täglich das Angebot in diesen Zentren
wahr. Die Kinder können Theater spielen, malen, lesen und schreiben.
Ausserdem erhalten missbrauchte und traumatisierte Kinder
psychologische Unterstützung durch qualifizierte Fachleute.
Insgesamt betreibt World Vision in den Tsunami betroffenen Ländern
178 solcher Kindertreffs.Internationale Zusammenarbeit - über 400 Millionen Franken für den
Wiederaufbau Gut eine Million Franken der Tsunami-Spenden von World Vision
Schweiz fliesst in die international koordinierten World Vision-
Programme. Diese globale Partnerschaft hat in den ersten sechs
Monaten nach der Tsunami-Katastrophe umgerechnet rund 62 Millionen
Franken für die Hilfe vor Ort eingesetzt. Für den gegenwärtigen
Wiederaufbau wird World Vision innerhalb der nächsten drei bis fünf
Jahre etwa 430 Millionen Franken investieren. Derzeit stehen im
Tsunami-Gebiet 949 Mitarbeiter der Hilfsorganisation im Einsatz. Neuanfang in Indonesien World Vision ist in sechs Einsatzgebieten inklusive Banda Aceh
und der Insel Nias tätig und verteilt beispielsweise monatlich
Nahrungsmittel an durchschnittlich 45'000 Menschen. Zudem wurden
sanitäre Einrichtungen für mehr als 24'600 Überlebende zur Verfügung
gestellt. Im Gesundheitsbereich führt World Vision unter anderem in
der Provinz Aceh eine Klinik, welche täglich von rund 30
Patientinnen und Patienten aufgesucht wird. Das Permata Hati-
Krankenhaus in Banda Aceh wurde mit 50 Betten ausgestattet. In Meulaboh plant World Vision den Bau von rund 1'750 Häusern.
Bereits wurden 25 temporären Wohneinheiten für insgesamt 2'500
Personen erstellt. Ferner sollen mindestens 34 beschädigte Schulen
renoviert werden. Bei 13 Schulen laufen die Arbeiten bereits auf
Hochtouren. Voll im Gange sind auch wirtschaftliche
Förderungsmassnahmen "cash for work": So hatten in Lamno 1'456
Personen bei Räumungsarbeiten von landwirtschaftlich nutzbarem Boden
teilgenommen. Ein solches Wirtschaftsprogramm fand während
zweieinhalb Monaten auch in Lhoong mit 850 Beschäftigten teil. Von
grosser Bedeutung ist auch World Visions Beratung von Witwen, damit
diese ihr verlorenes Land zurückerhalten. Bau von über 13'000 Häuser in Sri Lanka geplant Über 250 World Vision-Helfer sind in zehn verschiedenen
Distrikten von Sri Lanka im Einsatz. Nach den Soforthilfemassnahmen
wie der Verteilung von Nahrungsmitteln und Hilfsgütern an
Zehntausende von Seebeben-Opfern plant World Vision in den nächsten
Monaten an zehn verschiedenen Orten Sri Lankas den Bau von 13'350
Häuser. Bereits realisiert wurden 21 provisorische Schulen sowie die
Installation von sanitären Anlagen in den Distrikten Galle,
Moratuwa, Batticaloa und Matara. Indien: Nachfrage nach Fisch ist wieder gestiegen Besonders in Südindien kehrt bei vielen Überlebenden die Hoffnung
auf die berufliche Existenz zurück. Dies gilt vor allem für die
Fischereiwirtschaft, die durch die Tsunami-Katastrophe einen
schweren Einbruch erlitten hatte. "Die Leute wollten nach dem
Tsunami keinen Fisch mehr essen, weil im Meer so viele Menschen
umkamen, aber die Nachfrage steigt jetzt wieder", sagt S. Sudhakar,
der für World Vision Wirtschaftsprojekte koordiniert. Bisher hat
World Vision in Cuddalore, Kalpakam, Kerela und Andhra Pradesh 216
Fischerboote an 950 Familien verteilt. Doch auch Frauen nehmen an
den wirtschaftlichen Förderungsmassnahmen teil. Über 100 Frauen
waren jeweils an den Schneiderkursen in Pondicherry und Cuddalore
dabei. In Kanyakumari waren es gar 250 Teilnehmerinnen. Und an den
"cash for work"-Programmen beteiligten sich bislang 1'700 Inder. Zu den vielseitigen Hilfsaktionen in Indien gehört auch die
Installierung von 25 Wasserreinigungsanlagen, welche den täglichen
Bedarf von über 17'000 Personen abdecken. Im Weiteren wurden
Schulmaterial und -uniformen an über 3'000 Kinder verteilt. Zukunftsaussichten in Thailand In Thailand waren vor allem die fünf Provinzen Phuket, Krabi,
Trang, Phnang Na und Ranong vom Tsunami betroffen. World Vision
übernahm dort die Bau- und Reparaturarbeiten von Unterkünften für
6'000 Personen. In Phnang Na wurde unter anderem die Installation
einer Wasser-Pipeline für 1'500 Familien vollendet. Auch in Thailand sind die wirtschaftlichen Förderungsmassnahmen
in vollem Gange. So wird in Trang demnächst ein neues
Reparaturzentrum für Fischerboote eröffnet. Bereits offen ist eine
Bäckerei, und zwar in Koh Lanta. Mit der Unterstützung von World
Vision werden dort 22 Frauen für den Bäckerberuf ausgebildet.
Weitere Massnahmen umfassen die Verteilung von über 6'000
Fischernetzen, eine Pilz- und Bohnenzucht, das Nähen von
Schuluniformen in Bang Na, die Verteilung von Fischergeräten in
verschiedenen Dörfern oder auch ein Projekt für die Herstellung von
Batik, an welchem 34 Frauen teilnehmen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung: Amos Winteler
Leiter Kommunikation
World Vision Schweiz
Kriesbachstrasse 30
8600 Dübendorf Tel.: 044 802 20 77
Handy: 076 393 30 12
E-mail: a.winteler@worldvision.ch
Web: www.worldvision.ch
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000881/100492223
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