Medienmitteilung
Fünf Monate nach Tsunami: Überreste von 150 Leichen in Indonesien gefunden
2005-06-09T09:58:54
(ots) - Betrüblicher Fund: In der indonesischen Provinz Aceh in
Suak Pantebreuh stiessen Dorfbewohner auf die sterblichen Überreste
von 150 Tsunami-Opfern. Die Körperteile, die innerhalb eines World
Vision-Arbeitsprogramms gefunden wurden, sind nun begraben worden. Mehr als fünf Monate nach dem verheerenden Seebeben in Südasien, bei
welchem über 250'000 Menschen ums Leben kamen, werden immer noch
sterbliche Überreste gefunden. So entdeckten kürzlich Bewohner des
Dorfes Suak Pantebreuh (Provinz Aceh) Überreste von 150 Tsunami-
Opfern. Die Bewohner fanden die Körperteile während den
Strassenräumungsarbeiten, die sie innerhalb eines Cash for Work-
Programmes der Hilfsorganisation World Vision ausführten. Das
Arbeitsprogramm dauerte einen Monat. 30 Prozent konnten identifiziert werden Etwa 30 Prozent der
Überreste konnten identifiziert werden, weil mit ihnen auch die
ID-Karte gefunden wurde. Sämtliche Körperteile wurden gemäss
muslimischer Tradition umgehend in lokalen Friedhöfen begraben. Wie der Dorfälteste Razali Abdul Raui, erklärte, zählte Suak
Pantebreuh vor der Tsunami-Katastrophe 811 Einwohner. 509 davon
starben beim Seebeben vom 26. Dezember 2004, darunter auch Razalis
Frau und zwei seiner Kinder. 259 Leichen konnten bis heute nicht
geborgen werden. Trotz seines schmerzlichen Verlustes hat der Dorfälteste seinen
Lebensmut nicht verloren. Er ist sehr dankbar für das Cash for Work-
Programm sowie die Werkzeuge und Hilfsgüter, die World Vision den
überlebenden Dorfbewohnern zur Verfügung gestellt hat. Reto Baliarda
Öffentlichkeitsarbeit/PR World Vision Schweiz
Kriesbachstr. 30
CH-8600 Dübendorf Tel +41 (0)44 802 20 78
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